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Buchgestaltung und mehr: Interview mit Jeannette Zeuner von BookDesigns

Hallo ihr Lieben,

als Selfpublisher muss man Vieles im Alleingang machen und jede Menge Entscheidungen treffen. Diese Freiheit ist einerseits toll, andererseits auch sehr zeitaufwendig. Man muss einen Lektor finden, der einen versteht und gründlich arbeitet. Man muss sich um die Buchgestaltung, das Publizieren, das Marketing kümmern. Wer keine Zeit oder keine Ahnung hat, kann oder sollte sich jemanden suchen, der ihn unterstützt. Ein Lektorat finde ich für jedes veröffentlichte Buch absolut wichtig. Ihr kennt es sicher: als Autor ist man sozusagen betriebsblind und findet definitiv nicht alle Fehler im eigenen Texten. Außerdem geben gute Lektoren auch noch Hinweise, die den ganzen Text aufwerten können. Einen Lektor sollte man sich also immer gönnen, wenn man publiziert.

Auch die Buchgestaltung spielt eine wichtige Rolle beim Verkauf: ein schönes Cover, ein ansehnliches Innendesign sind wichtige Verkaufsfaktoren. Die Buchgestaltung gehört absolut nicht zu meinen Lieblingsaufgaben und deshalb würde ich sie liebend gern bei jedem Buch abgeben🙂, doch nicht immer ist das finanziell drin. Vor einiger Zeit habe ich jedoch mein erstes Buch ( „Kubanischer Wirbelwind“) (aus dem Jahr 2009) überarbeitet. Schon bei der Überarbeitung stand für mich fest, dass ich es diesmal komplett aus den Händen gebe. Da es viele Fotos enthält und ich zeitlich sehr eingespannt war/bin, wollte ich die Buchgestaltung von einem Profi machen lassen. Es dauerte eine Weile, weil es mittlerweile einige wirklich gute Anbieter gibt. Aber wenn ich mit jemandem zusammenarbeite, müssen nicht nur der Preis und die Qualität, sondern auch das Bauchgefühl stimmen.

Meine Entscheidung fiel schließlich auf Jeanette Zeuner von BookDesigns. Da mir die Zusammenarbeit mit Frau Zeuner gefallen hat (sie war vor allem sehr geduldig mit meinen Spontanentscheidungen), möchte ich sie euch heute im Rahmen eines kurzen Interviews etwas näher vorstellen. Ihr erfahrt, wie Jeannette Zeuner von BookDesigns arbeitet, was ein gutes Cover ausmacht und welche Marketingmaßnahmen sie Selfpublishern empfiehlt.

Viel Spaß beim Lesen!

Denise

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(c) BookDesigns

Frau Zeuner, könnten Sie meinen Lesern etwas zu Ihrer Person erzählen? Seit wann sind Sie selbstständig?

Ich bin seit 5 Jahren mit BookDesigns am Markt und lege meinen Schwerpunkt auf die Buchgestaltung und Beratung zur Buchveröffentlichung im Selfpublishing. Meine Agentur bietet mittlerweile alles an von eBook-Programmierung bis zu Buch-Marketing und Lektorat, aber hierfür habe ich ein festes Team von Freelancern. 

Was sind Ihre Aufgaben als Grafikdesignerin? Worauf haben Sie sich spezialisiert?

Hauptsächlich gestalte ich Bücher, Coverdesign, gelegentlich auch Flyer, Poster oder Kataloge für Verlage oder Tourismusunternehmen. 

Wie sind Sie dazu gekommen, als Grafikdesignerin zu arbeiten? War das schon immer Ihr Wunsch?

Ja, das war schon länger mein Wunsch. Früher habe ich im Marketing gearbeitet und aufgrund dessen zusätzlich ein Designstudium in der Schweiz gemacht, damit alle grafischen Arbeiten von mir selbst erledigt werden können. Aufgrund eigener Buchveröffentlichungen und dem persönlichen Interesse an Büchern habe ich den Schwerpunkt nach dem Gründen meiner Firma schon in den ersten Monaten auf die Bücher gelegt. 

 

Was mögen Sie am liebsten an Ihrer Arbeit?

Dass jedes Buchprojekt einzigartig ist und ich kreativ schaffen kann. Am schönsten ist es, dass die Selfpublisher so unglaublich dankbar sind nach getaner Arbeit. Das ist ein schöner Lohn für mich. 

Was inspiriert Sie?

Bücher inspirieren mich, ich lese sehr viel. Aber auch andere Menschen mit authentischen bzw. individuellen Lebensgeschichten inspirieren mich. Nicht immer nur der Status Quo. 

Wer sind hauptsächlich Ihre Kunden?

Vor allem private Selfpublisher und Verlage. 

Wie gehen Sie bei der Entwicklung eines Buchcovers vor?

Ich frage den Kunden nach seinen Vorstellungen. Wir sprechen darüber ob es Sinn macht, zum Inhalt passt und wie es am besten umgesetzt werden kann. Wenn ich eine Idee nicht gut finde, sage ich auch ehrlich meine Meinung. Viele sind jedoch offen für Vorschläge und wir finden zusammen ein gute Lösung. 

Wie lange dauert ein Buchcover inklusive Buchinnengestaltung?

In der Regel arbeite ich an einem Buchprojekt 2-4 Wochen inklusive Korrekturläufe. 

Könnten Sie ungefähr sagen, was ein E-Book bzw. ein Buchcover kostet?

Eine eBook Programmierung kostet um die 100 Euro, wir kalkulieren es immer anhand des tatsächlichen Layouts und der Seitenzahl, damit der Kunde nicht zuviel bezahlt. Wenn es nicht ein einfacher Roman ist, gibt es immer etwas zu tun am Layout, Grafik, Tabellen, Fussnoten etc. um das eBook für alle Geräte kompatibel zu machen. Dies ist auch oft abhängig wie die Ausgangsdatei formatiert ist, eine grosse Fehlerquelle bei der Konvertierung. 

Jeder Schriftsteller, jede Autorin wünscht sich ein ansprechendes Cover. Worauf sollten Autoren Ihrer Meinung nach bei der Auswahl bzw. Erstellung eines Covers achten?

Ich habe einen guten Blogartikel zu dem Thema geschrieben auf meinem Blog: 

http://www.buchveroeffentlichen.com/buchcover-selbst-gestalten-tipps-fuer-selfpublisher/

Sie bieten auch Marketingpakete an. Welche Werbemaßnahmen empfehlen Sie für Autorinnen und Autoren?

Wir empfehlen schon vorab eine Analyse bei Fach- und Sachbüchern, da diese oft nach Keyword gefunden werden. Hier können wir nach einer Analyse Empfehlungen für Keywords geben, die unbedingt in den Titel, Untertitel und ins Inhaltsverzeichnis sollten. Zusätzlich können wir Flyer, Poster erstellen, Reviews für Amazon und eine Vielzahl von Online-Marketing-Maßnahmen, für die mein Kollege Michael Kaindl zuständig ist. Ich persönlich finde Pressearbeit (online und offline) ganz wichtig für den Buch-Launch. 

Vielen lieben Dank für das Interview!


Im Internet findet Ihr BookDesigns hier
Einen Blick auf das Cover, Inhaltsverzeichnis und ins Buch könnt ihr bei amazon werfen. Oder schau einfach auf meinem Havaneserblog vorbei!

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Werde selbstbewusster! 7 Schritte, um dein Selbstbewusstsein als Autor zu steigern

Selbstzweifel begleiten wohl die meisten Schreibenden in ihrer Laufbahn als Autoren. Bin ich gut genug? Kann ich das wirklich so schreiben? Die Angst vor Kritik ist beherrschend und führt nicht selten zu übermäßigem Perfektionismus. Viele hadern mit sich und ihrem Traum vom Schreiben, manche geben auf.
Um aus dem Fangnetz der Selbstzweifel zu kommen, hilft es, selbstbewusster zu werden. Selbstbewusste Autoren sind optimistischer, sie sind mutiger darin, etwas zu veröffentlichen, was noch nicht perfekt ist. Sie glauben an sich und können deshalb auch ohne lange Veröffentlichungsliste von sich sagen: „Ich bin Autor.“ (oder Autorin, natürlich). Der Glaube an sich selbst ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zum Erfolg, wobei ein zu großes Selbstbewusstsein wiederum schadet: beispielsweise, wenn man Kritik vollkommen ignoriert und Vorschläge von Verlagslektoren kategorisch ablehnt. Soweit darf es nicht kommen. Die gesunde Mischung macht es.

Mit den folgenden sieben Schritten können selbstzweifelnde Autoren ihr Selbstbewusstsein steigern:

Schreibe regelmäßig, am besten täglich!

Ich denke, es ist klar: Wenn man nicht regelmäßig schreibt, wird es schwer, sich selbst in der Rolle des Autors beziehungsweise der Autorin zu sehen. Versuche deshalb möglichst täglich ein paar Zeilen zu schreiben. Wenn du noch keine tägliche Schreibpraxis hast, beginne noch heute damit, eine zu etablieren! Dazu musst du nicht einmal an einem bestimmten Schreibprojekt arbeiten: Schreibaufgaben, Schreibanregungen, ein morgendliches Freewriting oder ein Blogpost sind mögliche Alternativen, um die Schreibpraxis zu entwickeln. Je mehr du schreibst, desto selbstbewusster wirst du dir selbst und deinen Texten gegenüber.

„Ich bin nicht gut genug …“

Denkst du diesen Satz wirklich? Mit wem vergleichst du dich denn? Ich fürchte, mit erfahrenen Autoren. Aber du bist nicht Elisabeth George, Charlotte Link oder gar Stephen King. Du bist du! Denke außerdem daran, dass viele, wirklich sehr viele Bestsellerautoren ihre Karriere nicht als solche gestartet haben. Lies einmal die ältesten Publikationen von populären Autoren und vergleiche sie mit ihren jüngsten. Du wirst sehen, dass es einen riesigen Entwicklungsschritt gegeben hat. Man lernt als Autor mit jedem Text hinzu.
Aber noch einmal zurück zu dem Satz „Ich bin nicht gut genug …“ Erlaube dir diesen Selbstzweifel nicht. Denke positiv und arbeite daran, besser zu werden. Streiche diesen Satz am besten aus deinem Gedächtnis, um deine Zweifel an dir nicht noch zu nähren. Oder nutze Affirmationen, also positive Glaubenssätze, um dich selbst zu stärken.

Lerne von anderen!

Lies möglichst viele Bücher über das Schreiben oder besuche Schreibkurse, um das Handwerk zu lernen und zu beherrschen. Du musst das Rad nicht neu erfinden und bei Null starten. Mittlerweile gibt es zahlreiche tolle Ratgeber und Kurse, die dir das Schreibhandwerk theoretisch wie praktisch vermitteln. Je mehr du weißt, desto sicherer fühlst du dich als Autor oder Autorin.

Tausch dich aus!

Sei mutig und stell deine Texte der Kritik Dritter! Nutze Autoren- und Buchplattformen, um dich mit anderen Autoren auszutauschen und ehrliches Feedback von Lesern zu erhalten. Du lernst auf solchen Plattformen nicht nur, dich der Kritik zu stellen, sondern auch, besser zu werden: die Kommentare der Leser helfen dir, herauszufinden, woran du besonders arbeiten musst. Aber auch Schreibkurse bieten dir eine großartige Gelegenheit, als Autor zu wachsen.

Überarbeite deine Texte!

Natürlich solltest du die Rohfassung bereits überarbeitet haben, um deinen Lesern einen Text mit zusammenhängenden Gedanken und möglichst wenigen Rechtschreibfehlern zu liefern und ihnen damit Spaß beim Lesen zu bieten. Du wirst dich auch selbst besser fühlen, wenn du deine Rohfassung bereits überarbeitet hast, bevor sie von Dritten gelesen wird.

Erwarte Kritik

Wenn du deine Texte Dritten gibst, werden sie möglicherweise auseinandergenommen und negativ bewertet. Nicht jeder ist so nett wie deine Familie! Lerne, mit Kritik umzugehen. Es wird Zurückweisungen geben. Aber diese solltest du als Anlass nehmen, um noch besser zu werden! Etwas leichter fällt es, wenn du folgendermaßen vorgehst: Kommuniziere mit deinen Testlesern, dass sie dich durchaus kritisieren dürfen, dabei aber zusätzlich auch etwas Positives zu ihrem Text sagen sollen. Auf diese Weise wirst du die Kritik möglicherweise besser annehmen können.

Schreibe deine Erfolge auf!

Hast du schon einmal von einem Erfolgstagebuch gehört? Viele Sportler und Unternehmer nutzen dieses, um sich an ihre persönlichen Erfolge zu erinnern und ihr Vertrauen in sich selbst zu stärken. Das kannst du auch: Feiere deine kleinen wie großen Erfolge als Autor/in, indem du dich am Ende des Tages hinsetzt und diese in ein separates Notizbuch schreibst. Was hast du erreicht? Was ist dir besonders gut gelungen? Wurdest du gelobt? Warum? Notiere drei bis fünf Erfolge, die du an diesem Tag im Zusammenhang mit dem Schreiben gemacht hast. Du wirst bereits nach wenigen Tagen bemerken, wie viel optimistischer, positiver und selbstbewusster du geworden bist! Damit es wirkt, musst du das Erfolgstagebuch jedoch möglichst täglich über einen längeren Zeitraum führen!

Dieser Artikel wurde bereits in leicht abgewandelter Form in der QWERTZ 02/2016 veröffentlicht.

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Die QWERTZ ist da! Warum ich euch den BVjA empfehle

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Am Wochenende erhielt ich wieder eine kleine Lektüre, auf die ich mich immer besonders freue. Nicht nur, weil ich selbst dafür schreibe.🙂 Nein, vor allem wegen der vielen interessanten Informationen für Autorinnen und Autoren. Ich spreche von der QWERTZ, dem Mitgliedermagazin des BVjA. Der Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. verfolgt seit 1987 das Ziel, „Autoren jeden Alters durch Informationen und Kontakte den Weg ins Literaturgeschäft zu erleichtern„. Heute möchte ich euch eine Mitgliedschaft im BVjA ans Herz legen, da ihr dort als junge Autorinnen und Autoren wirklich tolle Chancen bekommt, euch zu etablieren.

Ich kenne den BVjA seit 2012. Ich wurde von einem ehemaligen Studienkollegen angesprochen, ob ich nicht ein Seminar für die Mitglieder organisieren könnte. Dieses fand im Rahmen der Frankfurter Buchmesse statt. Ich habe auf diesem Seminar, wunderbare Autorinnen und Autoren getroffen, mit denen ich teilweise heute noch Kontakt habe. Viele von Ihnen haben es, nicht zuletzt durch den BVjA, tatsächlich geschafft, von einem Verlag veröffentlicht zu werden. Sie haben ihre Chancen genutzt, die ihnen der Bundesverband bietet.

Zunächst aber zur Mitgliedszeitschrift, die viermal im Jahr erscheint:
In der QWERTZ gibt es immer etwas, das mich als Autorin ein Stück weiterbringt. Sei es ein spannendes Interview, der Verweis auf ein neues Buch (Mitgliederbücher werden kurz vorgestellt), eine Ausschreibung oder auch ein Erfahrungsbericht. In der aktuellen Ausgabe (02/16) gibt es beispielsweise den spannenden Bericht von Tatjana Flade über ihre Erfahrungen mit der Lovelybooks-Plattform. Jasmin Zipperling stellt im Rahmen eines Interviews den Verlag 3.0 vor und Brina Stein das Literaturprojekt „Clue Writing“. Sehr interessant ist auch die Rubrik „Recht und Wissen“, wo BVjA-Vorstandssprecher und Rechtsanwalt Tobias Kiwitt diesmal auf das Urheberrecht und das VG Wort-Urteil eingeht. Mein Artikel „7 Schritte, um sein Selbstbewusstsein als Autor zu steigern“ findet ihr ebenfalls in der aktuellen QWERTZ.

Ihr seht, dass bereits das Mitgliedermagazin voller spannender Infos ist. Aber der Bundesverband hat noch mehr zu bieten: Die Bandbreite an Hilfen, Informationen und Kontakten, die der Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. für seine Mitglieder bereit hält, ist enorm.

Mit Hilfe des BVjA kann man als Autor/in Kontakte zur Verlagswelt knüpfen. So beispielsweise auf  dem traditionellen Hauptseminar zur Frankfurter Buchmesse, das die Mitglieder mit wichtigen Personen des Literaturgeschäfts zusammenbringt (das nächste Buchmessenseminar findet vom 20. bis 23. Oktober statt). Vorträge, Workshops und der Austausch der Autoren untereinander bieten eine tolle Gelegenheit, sich als Autor/in weiterzuentwickeln und sich zu vernetzen!

Bücher von Mitgliedern können nicht nur in der QWERTZ vorgestellt werden: der Verband ist auf Buch- oder Autorenmessen oft mit einem Stand vertreten, wo die Mitglieder ebenfalls ihre Bücher präsentieren können. Gemeinsame Lesungen, die beispielsweise im Rahmen der regionalen Autorenstammtische organisiert werden können, bieten eine weitere Möglichkeit, sich als Autor/in zu etablieren. Auf der Homepage findet ihr darüberhinaus ein Forum, in dem sich Autoren ebenfalls austauschen können.

Vor einiger Zeit habe ich Tatjana Flade interviewt, die Geschäftsführerin des Vereins ist und für die Mitgliederzeitschrift Qwertz verantwortlich ist. Darin spricht sie einige Punkte an, die für eine Mitgliedschaft im BVjA sprechen. Wichtig ist aber auch ihr letzter Punkt, was die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft angeht; sie sagt:

 

„Und noch ein Punkt: Jeder kann im BVjA Mitglied werden. Wir schotten uns nicht ab, es gibt keine Eingangsvoraussetzungen wie eine Veröffentlichung. Diese Offenheit ist uns sehr wichtig. Das Alter spielt keine Rolle, auch wenn wir das Wort „jung“ im Namen tragen. Der kürzlich verstorbene Umberto Eco hat seine Karriere als Schriftsteller relativ spät begonnen und sagte, von daher sei er noch ein „junger“ Autor.“

Seid ihr bereits Mitglied im BVjA? Oder kanntet ihr den Autorenverband noch nicht und seid neugierig geworden?

Schaut euch doch mal auf der Webseite um: http://bvja-online.de!

Liebe Grüße, Denise

 

 

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Produktiver schreiben: Belohne dich selbst!

Produktivität lässt sich ganz einfach durch ein Belohnungssystem steigern! Wenn du Kinder hast, wirst du diesen Trick vielleicht kennen: ein Ziel soll erreicht werden – zum Beispiel aufs Töpfchen gehen – und immer, wenn das Kind es geschafft hat, erhält es einen Sticker. Wenn das Kind beispielsweise zehn oder mehr Sticker gesammelt hat, darf es sich zur Belohnung etwas wünschen: einen Tag im Schwimmbad, ein neues Kuscheltier, zusammen Eis essen gehen. Wie lange dauert es  wohl, bis das Kind sauber ist?!😉

Wenn du auch zu den Autoren gehörst, die ihren inneren Schweinehund immer überwinden müssen, sieht mein Tipp für dich so aus: Wandle dieses Belohnungssystem auf dein Schreibverhalten um! Für jedes erreichte Schreibziel (z. B. pro Tag 300 Worte schreiben) schenkst du dir selbst einen Sticker. Und wenn du dein Schreibziel mehrfach erreicht hast, belohnst du dich mit einem wundervollen Geschenk oder einem Ausflug! Ist das nicht toll? Probier es mal aus, es funktioniert tatsächlich!

Und so gehts:

1. Besorge dir einen Kalender und schöne Sticker, die dich emotional ansprechen und glücklich machen. Schau mal im Bastelladen nach, dort gibt es welche. Kalenderblätter kannst du auch monatlich ausdrucken, es gibt im Internet diverse Seiten, die diese kostenlos zur Verfügung stellen. Ich selbst habe übrigens diesen praktischen Familienkalender genommen von Organised Mum genommen. Da ich oft an mehreren Schreibprojekten arbeite, hat sich die Lösung mit einem mehrspaltigen Planer als besonders sinnvoll erwiesen.

2. Nimm dir nun vor, wie viel du täglich schreiben möchtest. Sei dabei aber realistisch, ok?
Immer, wenn du dein Schreibziel erreicht hast, erhältst du einen tollen Sticker.

3. Überlege dir nun, für welche Anzahl an Stickern du dir etwas gönnen möchtest. Vielleicht nach 12 Stickern? Und was gönnst du dir, wenn du deine Stickeranzahl erreicht hast? Ich gehe entweder mit meiner Tochter ein Extra-Eis essen oder kaufe mir ein neues Buch🙂

4. In deinen neuen Kalender notierst du dir von nun an nach jeder Schreibsession die Anzahl der Wörter, die du am jeweiligen Tag geschrieben hast. Hast du dein Ziel erreicht: schenk dir einen Sticker!

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Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und danke dir, dass du dir Zeit zum Lesen genommen hast!

Du weißt nicht, worüber du schreiben sollst? Kein Problem! In meinen E-Books „Schreib täglich!“ und „365 kreative Schreibimpulse“ findest du zahlreiche Anregungen!

Liebe Grüße,

Denise

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Der Gewinner ist …

Michael! Herzlichen Glückwunsch!

Ich danke euch dreien für eure Teilnahme an meinem kleinen Schreibwettbewerb und eure tollen Beiträge!

Den ersten Preis erhält Michael mit dem Tagebucheintrag „30. April“, Susannes „11. Mai“ hat den zweiten Preis gewonnen. Somit geht das tolle Notizbuch von Stift 17 zurück nach Österreich😉. Und mit 24. Dezember gewinnt Stefanies „24. Dezember“ den 3. Preis! Herzlichen Glückwunsch!

Zusätzlichen erhalten alle drei zwei Ausgaben aus meinem neuen Kurs

BEFREIE, WAS IN DIR STECKT! KREIERE DEINEN WEG ZUM ERFOLG

1. Preis: 20 Euro Büchergutschein für den Onlineshop der Buchhandlung Mander in Wolfhagen

2. Preis: Ein ganz besonderes Notizbuch bzw. Skizzenbuch von Stift17Der Gewinner des zweiten Preises erhält ein druckfrisches Exemplar aus der Werkstatt von Julia Haslinger! Das Motiv stelle ich euch in der nächsten Woche vor: da ich es mir für euch ausgesucht habe, wurde es das erste Mal auf einem handgefertigten Skizzenbuch gedruckt! Ist das nicht toll?

3. Preis: Ein 10 Euro Büchergutschein für den Onlineshop der Buchhandlung Manderin Wolfhagen

Liebe Grüße,

Denise

 

Buchbesprechung: Tanja Rörsch: Praxishandbuch Buchmarketing.

Tanja Rörsch: Praxishandbuch Buchmarketing. Wie Sie Ihr Buch erfolgreich vermarkten und als Autor bekannt werden. Mainwunder, 2016, 199 Seiten (19,90 Euro).
ISBN: 978-3-0005247-1-4.

Buchmarketing ist angesichts der zahlreichen Neuveröffentlichungen jedes Jahr wichtiger als je zuvor, nicht nur für Selfpublisher. Da auch ich in den vergangenen beiden Monaten zwei E-Books veröffentlicht habe und im Juli eine Neuauflage eines Ratgebers von mir erscheint, habe ich mich ebenfalls damit auseinandersetzen müssen.😉

Vor ein paar Wochen habe ich Tanja Rörschs Praxishandbuch Buchmarketing beim Bücherstöbern entdeckt, das ich euch heute vorstellen möchte:

Vorab: Ich empfehle diesen Ratgeber für alle, die ihr Buch vermarkten wollen und einen kurzweiligen, aber umfassenden Einstieg in die Thematik suchen. Tanja Rörsch zeigt in ihrem Buch, wie man die Aufmerksamkeit der eigenen Zielgruppe erhält und wie man sich auch langfristig einen festen Leserstamm bilden kann.

Rörsch beginnt mit einem kurzen Überblick über den heutigen Buchmarkt. Anschließend erklärt sie die Prinzipien des Buchmarketing: Wirkung und Nutzen, Kosten, Grundregeln des Marketing. BWL-Wissen für Anfänger, sozusagen. Hier räumt Rörsch auch mit einem romantischen Bild auf: wer sein Buch verkaufen will, muss es als Produkt sehen, das den „gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess durchläuft wie alles, was Sie im Laden kaufen können.“ (17) Ein Buch nur zu schreiben reicht auch für Verlagsautoren heutzutage nicht mehr aus!

In einem eigenen Kapitel geht Rörsch auf die Möglichkeiten der Verlagsautoren sowie auf die Stärken der Selfpublisher ein. Die Möglichkeiten der Verlagsautoren mögen größer erscheinen, doch die Selfpublisher sind freier in ihrem Tun. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Im darauf folgenden Kapitel beschäftigt sie sich mit dem „vernetzten Leser“. Hier werden vor allem marketingrelevante Buch- und Leseplattformen aufgezeigt. Ein wirklich interessanter Überblick für die, die sich noch nie damit beschäftigt haben!

Nach diesem theoretischen Einstieg folgt der praktische Teil des Buches: die eigene Strategie und Positionierung. Natürlich reicht es nicht aus, ein Marketingbuch nur zu lesen, um erfolgreich Bücher zu verkaufen. Man muss etwas tun. Sinnvolle Fragen helfen dabei, Ziele zu definieren, zu einer aktuellen Bestandsaufnahme sowie einer Marktanalyse zu gelangen und die Zielgruppe zu analysieren. Um ein Buch erfolgreich zu bewerben, ist nicht nur die gelungene Komposition der einzelnen Maßnahmen essentiell. Der erste Schritt ist das Buch selbst: Buchcover, ein perfekter Titel und der Klappentext sind wichtige Instrumente, um Leser zu gewinnen. Aber auch die Autorenwebseite spielt eine große Rolle. Tanja Rörsch beschreibt anschaulich, worauf es dabei ankommt.

Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit weiteren Maßnahmen:

  • Social Media (Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, Gewinnspiele)
  • Buch- und Leseplattformen
  • Blogger-Relations für Autoren
  • Rezensionsmanagement
  • Lesungen und Online-Lesungen
  • Presse

Das Buch liest sich kurzweilig, so dass man innerhalb kürzester Zeit durchgelesen hat. Der Aufbau des Buches ist nachvollziehbar und systematisch.Die Anwendung der Maßnahmen nimmt natürlich mehr Zeit in Anspruch. So sollte man mindestens ein paar Wochen vor der Veröffentlichung des Buches mit geeigneten Maßnahmen beginnen. Alles braucht seine Zeit.

Im Kapitel Social Media hat mir das Unterkapitel zu Twitter gut gefallen. Tanja Rörsch zeigt nicht nur, wie man ein Twitter-Profil anlegt, sondern auch, wie man Twitter sinnvoll nutzt, sondern klärt wichtige Fragen: Welche Inhalte sind es wert getwittert zu werden? Wann und wie häufig twittert man? Welche Autoren-Hashtags kann man nutzen? etc.

Das Kapitel Rezensionsmanagement hat mich von Anfang an besonders interessiert. Jeder weiß: Rezensionen sind wichtig – für Autoren wie für Leser. Dennoch schreiben nur wenige Leser unaufgefordert Rezensionen, wie Rörsch zurecht bemerkt. Wie also kann man Leser anregen, ein Buch zu bewerten? Die Autorin stellt mehrere Maßnahmen vor, unter anderem Leserunden durchzuführen oder mit Bloggern zusammenzuarbeiten. Aber auch Buchplattformen sowie Top-Rezensenten bei Amazon anzusprechen, sind geeignete Wege. Spannend finde ich die Idee, ein Rezensenten-Team zu gründen, das aus treuen Lesern und Bloggern besteht. Was aber ist, wenn man noch nie ein Buch veröffentlicht hat und auch mit dem Bloggen gerade erst angefangen hat? Wie bildet man diese Teams? Wie spricht man wen an, ohne aufdringlich zu wirken? An dieser Stelle hätte ich mir noch mehr Informationen gewünscht.

Ein großes Plus dieses Buches sind die Schritt-für-Schritt-Anleitungen, zum Beispiel, um eine Leserunde bei LovelyBooks oder Goodreads zu starten. Sie nehmen die anfängliche Furcht, sich mit etwas Neuem auseinanderzusetzen.

Fazit: Das Buch ist ein empfehlenswertes Werk für Autoren, die einen Überblick über die gängigen Marketingmethoden erhalten wollen. Aber auch Erfahrene können durchaus noch den einen oder anderen Tipp erhalten. Wer den hier beschriebenen Marketingmix anwendet, wird sicher neue Leser hinzugewinnen. 

 

 

30. April. Wettbewerbsbeitrag: Michael

30. April

Heute ist ein guter Tag, denn bald ist es soweit. Es wird mich befreien, die Last von mir nehmen, da bin ich mir endlich gewiss. Wenn das Opfer einmal gebracht ist – und es kein Zurück mehr gibt! Ich spüre es in jeder Faser meines Körpers und wünsche mir sehnlichst, der Mord wäre schon morgen möglich … oder jetzt sofort? Aber Geduld ist die Tugend des Jägers, oder nicht? Ich muss mehr wie meine Katze denken: Lauern, das Opfer in Sicherheit wiegen – und dann zuschlagen. Ja, dieser Gedanke erregt mich. Ich könnte laut darüber lachen: Sei die Katze! Vielleicht spiele ich sogar mit dem Opfer? Mietz, Mietz, komm heraus kleines Mäuschen! Katzen spielen auch mit ihrer Beute, oder nicht? Sicher schon seit vielen Jahrtausenden. In der Natur ja hat alles seinen Sinn, nichts ist überflüssig. Also ist das Spiel mit der Beute mehr als nur Adrenalinabbau? Ein Ritual? Um der Welt zu zeigen: He, ich bin dir überlegen, du elende Maus. Ich habe es nicht nötig, dich gleich zu töten. Ich kann jederzeit fressen, jederzeit auslöschen, wenn ich es will. Du bist als Opfer dazu bestimmt, mir zu dienen. Ja, so wird es sicher sein. Es gibt niemals ein Entrinnen. Die Natur hat es vorherbestimmt, die Rollen zwischen Jäger und Beute sind fest verteilt. Selbst wenn die Beute einmal entkommen sollte, so kann sie trotzdem Gewiss sein: Eines Tages ist ihre Zeit um. Es gibt keine Hoffnung – es gibt nur den Tod, und ich bin nun sein erster Jünger! Ich werde sein wie eine Katze, oh ja. Sie werden sich noch wundern, die dort draußen. Ganz großes Kino, die blutgeilen Medien werden sich darauf stürzen, mir einen einprägsamen Titel verleihen und auf Twitter wird es eigene Hashtags über mich geben. Schauriger Ruhm einer dekadenten Brot-und Spiele-Gesellschaft. Aber sie spielen mir in die Hände, oh ja. Und wenn das erste Opfer erstmal gebracht ist, werden die weiteren ein leichtes sein. Vor allem, wenn die dummen Behörden versuchen, das Unheil zu verhindern. Sie werden die Zahl der Gräber nur erhöhen. Ganz von selbst. Und ich bekomme endlich, was mir zusteht. Ach könnte ich die Zeit doch beschleunigen … aber ich darf den Plan nicht gefährden. Nur weil ich ungeduldig bin. Ich kann es mir nicht leisten, durch einen Anfängerfehler alles zu ruinieren.  Wenn der morgige Tag vorbei ist, werde ich mit einem goldenen Stift weiterschreiben. Um es gebührend zu feiern. Sollte ich wirklich einen Künstlernamen verwenden, wenn ich mich an die Medien wende? So wie damals Jack the Ripper? Der gute Jack wusste damals schon, wie nützlich Pressearbeit ist. Vielleicht Death Cat? Ich werde darüber nachdenken. Aber jetzt habe ich genug gekritzelt. Ich habe Hunger und werde mir ein paar Burger reinziehen. Einen vorgezogenen Leichenschmaus, sozusagen. An dieser Stelle sollte ich vielleicht irre kichern, aber mein Magen brummt. Aber das mit dem Kichern habe ich noch nicht so drauf, ich bin ja als Mörder und Bestie noch ein Anfänger. LOL, wie man so schön sagt. Aber nun auf zum Essen, gehabt euch wohl, liebes Tagebuch. Wer weiß, wann ich wieder einen gute Burger genießen kann. Wenn erst mal ganz Hamburg ausgelöscht ist, wird es sicher kompliziert. Aber das kommt ja erst später! Guten Appetit.

Dieser Wettbewerbsbeitrag stammt von Michael Schäfer.

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Michael Schäfer wurde in Troisdorf bei Bonn geboren und lebt zur Zeit in Sankt Augustin. Nach Jobs im KFZ-Handel, Umzugsunternehmen und der Unterhaltungselektronik arbeitet er heute im Vertrieb eines Fliesenherstellers. Schon als Kind konnte er tagelang in die Welt der Bücher abtauchen. Ein Seminar für kreatives Schreiben gab 2012 den Anstoß, seinen Traum zu verwirklichen und Autor zu werden. Bisher sind mehrere Kurzgeschichten von ihm erschienen, vor kurzem auch sein Debütroman.

Hier könnt ihr mehr über Michael erfahren:

Webseite: http://michaelschaeferasb.wix.com/schreibtischtaeter
Link zum Buch: http://midnight.ullstein.de/ebook/stadt-der-geister/
facebook: https://www.facebook.com/Schreibtischtaeter-1568225070095412/
twitter: @MichaelSchfer71
Pinterest: https://de.pinterest.com/michaels1699/die-gregory-low-serie/

ABSTIMMUNG! Welcher Beitrag gefällt euch am besten?

Ab heute, 23. Mai.2016, folgt die Abstimmung: der Artikel mit den meisten „Gefällt mir“ (Button unter dem Artikel) bis zum 01. Juni gewinnt den ersten Preis. Die nachfolgenden beiden Texte gewinnen den zweiten beziehungsweise dritten Preis. Ihr dürft den Link zu euren Texten gern teilen. Wer nicht auf dem Blog abstimmen kann, darf mir gern per Mail seinen Favoriten mitteilen! Oder ihr klickt auf Twitter auf euren Favoritenbeitrag! Ich fasse am 02. Juni alles zusammen und werde euch die Reihenfolge der Gewinner mitteilen. Denn das Tolle ist: jeder Teilnehmer erhält einen Preis😀 Bei gleicher Stimmenanzahl entscheidet das Los.