Nutzen Sie die Kraft der Affirmationen, um als Schriftsteller Erfolg zu haben

So manchen (angehenden) Schriftsteller plagt der innere Kritiker. Während des Schreibens meldet dieser sich häufig mit wenig ermunternden Bewertungen über den Schreibstil, über die Schreibfähigkeit etc. zu Wort, zum Beispiel auf diese Weise: „Ich kann nicht schreiben.“, „Ich werde nie ein erfolgreicher Schriftsteller sein.“ „Das hört sich doch alles lächerlich an.“, „Ich schreibe so langweilig – wer will das lesen?“

Verinnerlichte negative Gedanken blockieren und verunsichern den Schreibenden. Sie sind vielleicht gar nicht wahr, doch der Schreibende glaubt zunehmend daran. Die Verunsicherung führt dazu, dass der Schreibende seine Projekte aufgibt, bevor er richtig angefangen hat. Ein erfolgreicher Autor wird aus diesem Schreibenden nicht.

Negative Gedanken überwinden

Um die negativen Gedanken zu überwinden und den Kreislauf zu unterbrechen, ist es notwendig, sich über die Einstellung, die einen behindert, bewusst zu werden. Nach der Bewusstwerdung wird das Negative durch eine positive innere Haltung ersetzt. Dazu wird die Autosuggestion angewendet. Bei der Autosuggestion suggeriert man eine positive Botschaft in Form von Affirmationen an sich selbst. Affirmationen sind positive Leitsätze, die dabei helfen können, das eigene Verhalten zu ändern und seine Ziele zu erreichen. Die Idee dahinter ist, dass das Unterbewusstsein gereinigt wird und durch ein bewusstes Gegensteuern in eine positive Denkrichtung gelenkt wird. Mit einer positiven Einstellung rückt der Erfolg näher.

„Positive Gedanken ziehen positive Gedanken an; negatives Denken verstrickt unweigerlich in die Negation des eigenen Daseins.“ (Prentice Mulford)

Wie finde ich meine persönliche Affirmation?

Aus den negativen Aussagen des inneren Kritikers lassen sich hervorragend persönliche Affirmationen entwickeln. Formulieren Sie einfach die negativste Botschaft über sich als Schreibende/r  in einen positiven Glaubenssatz um:

Aus „Ich kann nicht schreiben.“ wird „Ich schreibe von Tag zu Tag besser.“
      
Aus „Meine Texte klingen so öde.“ wird „Ich schreibe kreative Texte.“



Eine weitere Möglichkeit, einen persönlichen Glaubenssatz zu entwickeln, ist, das Ziel, das erreicht werden soll, zu definieren und daraus anschließend eine positive Botschaft zu entwerfen. Fragen Sie sich: „Was ist mein Ziel? Was will ich erreichen?“

Beispiel: „Mein Ziel ist es, ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen.“
Eine mögliche Affirmation ist: „Ich habe das Talent und die Ausdauer, um ein Buch zu schreiben.“



Regeln für die Formulierung Ihrer persönlichen Affirmation

  • Positive Formulierung – Verneinungen wie „Ich bin nicht mehr …“, sind tabu, ebenso negativ besetzte Wörter: Wenn Sie Wörter wie „Angst“ (z. B. „Ich habe keine Angst mehr vor …“) in ihrem positiven Glaubenssatz verwenden, bleibt in Ihrem Unterbewusstsein ausschließlich das Wort Angst hängen. Eine positive Wirkung stellt sich dadurch nicht ein.
  • Kurz und prägnant Formulieren Sie Ihre Affirmation kurz und prägnant, damit Sie sie sich gut einprägen und problemlos wiederholen können. Mehr als zwei Sätze sollte Ihre Affirmation deshalb auf keinen Fall beinhalten.
  • Verwenden Sie ausschließlich die 1. Person: „Ich …“
  • Verfassen Sie Ihre positive Botschaft im Präsens. Statt „Ich werde nächstes Jahr …“ schreiben Sie also „Ich bin …“.
  • Damit Ihre Affirmation wirkt, sollten Sie sie über einen längeren Zeitraum hinweg täglich aufsagen/aufschreiben.

Steigern Sie die Wirkung Ihrer Affirmation

Um die Wirkung Ihrer Affirmation zu steigern, empfiehlt der Begründer der Autosuggestion, Émile Coué, die positive Botschaft etwa 20 x vor dem Schlafengehen sowie nach dem Aufwachen halblaut auszusprechen. Oder verinnerlichen Sie Ihre Affirmation, indem Sie sie vor und nach Ihrem Schreibprozess aussprechen bzw. aufschreiben.

Da sich Ihre selbst gewählte Formel bei regelmäßiger Anwendung in Ihrem Unterbewussten verankern wird, wird sich Ihr Schreibverhalten langfristig verbessern.

Tipp: Schreiben Sie Ihre persönliche positive Botschaft mit einem Lackstift auf einen Stein und stellen Sie ihn an einem Ort auf, den Sie mehrmals täglich aufsuchen. Dadurch bleibt Ihre Affirmation ständig präsent.

Quellen:
Long, Aljoscha; Schweppe, Ronald (2012): Das Coué Praxisbuch. Kindle Edition
Cameron, Julia (2009): Der Weg des Künstlers.  Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität. München: Knaur.
Wikipedia: Émile Coué

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