Den inneren Kritiker bezwingen

Schreibblockaden entstehen oft, wenn der Autor beim Schreiben der Rohfassung permanent durch die übermäßige Missbilligung und Anfeindung seines inneren Kritikers behindert wird. Der innere Kritiker ist ein unangenehmer Zeitgenosse. Er macht sich durch kritische Gedanken in unserem Kopf bemerkbar: „Wie kann man nur so einen Blödsinn schreiben?“ „Lass es besser sein; aus dir wird ohnehin kein Schriftsteller!“  Kennen Sie auch diese aufdringlichen Gedanken beim Schreiben? Unser innerer Kritiker vermittelt uns immer wieder, dass wir beispielsweise nicht gut genug sind, kein Talent zum Schreiben hätten oder dass wir uns nicht ausreichend anstrengen.

Der Antrieb des inneren Kritikers ist unsere Angst

Angetrieben wird unser innerer Kritiker durch unsere Angst. Unsere Angst vor der Reaktion der Leser, unsere Angst, etwas Sinnloses zu schreiben, unsere Angst, das Buch nie zu Ende zu schreiben … Die aufdringliche Stimme stichelt uns also nicht wahllos: unser Kritiker weiß genau, wo unsere Schwachpunkte sind – und genau dort schreitet er zur Tat. Er überschüttet uns gnadenlos mit negativen Gedanken.
Überkritische Gedanken nehmen vielen Schreibenden den Mut, ihre Story, wirklich aufzuschreiben oder zu beenden. Das Handeln wird blockiert, der Schreibende wird unzufrieden und kommt nicht voran.

Methode: Der Dialog mit dem inneren Kritiker

Der innere Kritiker kann jedoch gezähmt werden! Dazu müssen wir uns bewusst machen, welche kritischen Gedanken uns tatsächlich belasten und immer wieder auftauchen. Die Methode „Dialog mit dem inneren Kritiker“ ist eine sinnvolle Maßnahme, um sich zukünftig vor dem negativen Gedankenstrom zu schützen. Imaginieren Sie Ihren inneren Kritiker und treten Sie mit ihm schreibend in einen Dialog: nehmen Sie ihn als Gesprächspartner war, stellen Sie ihm Fragen und lassen Sie ihn antworten. Das dialogische Schreiben hilft dabei, Problemzusammenhänge zu erkennen und wahrzunehmen.

Treten Sie mit Ihrem inneren Kritiker in einen Dialog, in dem Sie beispielsweise mit der Frage „Wovor habe ich Angst?“ beginnen. Oder probieren Sie es mit dem direkten Einstieg: „Lieber Kritiker, ich möchte, dass du mich in Ruhe lässt – ich will endlich schreiben!“ Fragen Sie ihn, warum er Sie ständig kritisiert, was er damit bezweckt. Bitten Sie ihn, Ihnen zukünftig mit positiv formulierten Aussagen zu helfen. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt, und lassen Sie den Dialog einfach fließen. Mit den Erkenntnissen aus den Antworten Ihres inneren Kritikers, arbeiten Sie anschließend weiter. Sie können die Aussagen umwandeln und Ihren Nutzen daraus ziehen oder Sie nehmen die Aussagen einfach an und greifen sie später auf.

Umwandlung der negativen Gedanken

Es gibt Studien, die zeigen, dass positive Gedanken das Handeln erleichtern, während negative Gedanken Erfolge behindern. Um Erfolg im Schreiben zu haben, sollten die negativen Gedanken Ihres inneren Kritikers also verbannt werden. Eine mögliche Methode ist die Umwandlung der negativen in positive Gedanken: Wie Sie Ihre negativen Gedanken abstellen, können Sie hier nachlesen.

Weitere Methoden, wie Sie Ihrem inneren Kritiker begegnen können, lernen Sie in einem individuellen Schreibcoaching. Ich zeigen Ihnen, wie Ihr innerer Kritiker zu Ihrem Helfer und Freund wird, anstatt Sie zu blockieren.

Denken Sie daran: Um zukünftig negative Handlungsmuster zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie in die Offensive gehen und sich nicht blockieren lassen. Verbünden Sie sich mit Ihrem inneren Kritiker!

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