Hilfreiche Kritik: Feedback von Testlesern

Wenn Sie einen Roman, eine Kurzgeschichte oder ein Sachbuch geschrieben haben, sollten Sie Ihr Manuskript einem, besser mehreren Testlesern vorstellen. Ein Testleser gibt Ihnen ein Feedback zu Ihrem Manuskript und kann auf diese Weise dazu beitragen, Ihr zukünftiges Buch zu verbessern. Denn als Autor ist man nach langer Schreibarbeit in der Regel nicht mehr in der Lage, um selbst einschätzen zu können, ob der Plot spannend oder die Figuren rund sind.
Positive wie negative Kritik und Verbesserungsvorschläge von Dritten helfen dagegen, überflüssige Szenen, unstimmige Figuren und unverständliche Formulierungen zu erkennen.

Die Auswahl der Testleser

Testleser kann prinzipiell jeder werden, der Spaß am Lesen hat. Der ideale Testleser ist jedoch derjenige, der sich mit dem Genre Ihres Buches auskennt und darin bereits Leseerfahrungen gesammelt hat. Durch seine Erfahrungen weiß er, was ein gutes Buch in dem jeweiligen Genre ausmacht. Er kann vergleichen und Ihnen dadurch wertvolle Tipps geben. Bedenken Sie: Ein Krimileser achtet auf andere Details als ein Fantasyromanfan, d. h. was der Krimileser als langweilig und überzogen empfindet, kann für einen Fantasyromanleser durchaus spannend sein. Achten Sie deshalb bei der Auswahl Ihrer Testleser darauf, dass mehrere Testleser aus Ihrer Zielgruppe dabei sind.

Wählen Sie jedoch nur Personen aus, die bereit sind, sich konstruktiv und sachlich zu Ihrem Buch zu äußern. Bei unbekannten Testlesern wird diese Auswahl natürlich schwieriger sein. Wenn Sie jedoch wissen, dass jemand aus Ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis ein notorischer Besserwisser oder Nörgler ist, sollten Sie diesen umgehen. Alles andere wäre Zeitverschwendung.

Manuskript nicht zu früh abgeben

Ich persönlich empfehle, den Testlesern das Manuskript nicht vor der überarbeiteten Rohfassung zu geben. Oftmals entstehen Schreibblockaden, wenn ein unfertiges Manuskript der Kritik ausgesetzt wird. Überarbeiten Sie Ihre Rohfassung solange, bis Sie das Gefühl haben, dass Sie es einer Kritik Ihrer Testleser aussetzen können.

Überfordern Sie Ihre Testleser nicht!

Damit Sie Ihre Testleser nicht überfordern, sollten Sie je nach Umfang des Manuskripts mehrere Testleser auswählen und jedem Testleser unterschiedliche Kapitel aus Ihrem Buch mitgeben. Schrecken Sie Ihre Testleser nicht sofort mit einem kompletten Manuskript ab! Denken Sie daran: Ihr Testleser stellt seine Lesezeit freiwillig und kostenlos zur Verfügung – doch auch seine Zeit ist nicht unbegrenzt. 15 bis 20 Seiten reichen für einen ersten Eindruck Ihre Manuskripts aus, bei 40 bis 100 Seiten kann der Testleser in die Tiefe gehen. Natürlich ist es auch möglich, Testlesern ein komplettes Manuskript zu überreichen. Fragen Sie am besten jeden einzelnen Testleser vorher, wie viel er zu lesen bereit ist.

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Hilfreiches Feedback – mit einem Fragebogen für Testleser

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