Interview mit der Autorin Hilke-Gesa Bußmann, Teil 2

Wie beginnst du eine Schreibphase?

Ich habe eine ganz eigene Angewohnheit, die viele abschreckt. Wenn ich wirklich konzentriert schreiben möchte, schiebe ich eine meiner „Schreib-DvDs“ in das Macbook und lasse die DvD auf dem zweiten Bildschirm laufen. Zu den Schreib-DvDs gehören: Twilight von 1-4.2, Inception, Star Wars, Harry Potter. Warum? Es ist wie antrainiert: Sobald einer dieser Filme (am besten funktioniert es bei Twilight), bin ich in meinem Schreibmodus und ich kann konzentriert schreiben. Vor allem Twilight als Film mag ich überhaupt nicht, aber solange ich dabei in meinem „Modus“ bin, in dem ich wirklich konzentriert arbeiten kann … Was solls? 
Ganz klassisch schreibe ich meist nachts. Nach 21 Uhr ist meine Zeit, in der ich arbeiten kann. Leider fällt nicht nur das Schreiben in diese Zeit, sondern auch einige andere Arbeiten. Aber so ab 23 Uhr gehöre ich meiner literarischen Welt.

Hast du Testleser, die deinen Roman vorab lesen dürfen?

Ja! Testleser sind sehr, sehr wichtig. Ich versuche, meinen Testlesern immer schon zwischendurch kleine Passagen zu schicken, um frühzeitig beurteilen zu können, ob der Text funktioniert. Dabei sind schon die spannendsten Ideen entstanden.

In welcher Phase dürfen deine Testleser das erste Mal dein Manuskript lesen?

Testleser, die ich wirklich, wirklich gut kenne und denen ich vertraue: In der absoluten Rohfassung sogar in kleinen Portionen. Ansonsten nach der ersten Überarbeitung im Gesamten.

Wie vereinbarst du das Schreiben mit deinem Studium?

Das geht Hand in Hand. Natürlich ist das Studium, gerade jetzt in der Abschlussphase, oftmals sehr zeitraubend, aber ich sehe es nicht als „Leid“ an, sondern freue mich über diese Herausforderung. Ich habe es ja auch im Studium mit Literatur zu tun und von daher bekomme ich in den langweiligsten Seminaren oftmals die besten Ideen!

Hast du drei Tipps, die du unerfahrenen Autoren mit auf den Weg geben kannst?

Ich werde oft von unerfahrenen Autoren gefragt, was ich ihnen rate und ich sage immer das Gleiche: Schreiben. Schreiben. Schreiben. Lesen. Lesen. Lesen. Überarbeiten. Überarbeiten. Überarbeiten.
Momentan mache ich eine Beobachtung, die das Self-Publishing leider hervorbringt. Autoren, die noch nicht so weit sind, um zu veröffentlichen, nutzen die Unabhängigkeit von Verlagen, um beispielsweise ihre ersten Werke zu veröffentlichen. Sie sind blutige Schreibanfänger, die Texte voller Fehler und Stilbrüchen und können nicht mit Kritik umgehen. Als Autor tut man sich keinen Gefallen, wenn man zu früh veröffentlicht. Deswegen sage ich immer: Die ersten Romane sind für die Schublade (bei mir waren es in 9 Jahren 5 Romane), irgendwann hat man so etwas wie seinen Stil gefunden und dann ist man bereit, rauszugehen. Vor allem sollte man sich nicht von „befreundeten“ Testlesern täuschen lassen. Freunde und Familie finden alles klasse, was man schreibt. Lieber jemanden Fremden fragen, um ein wirklich kritisches Urteil zu bekommen.

Die Suche © Hilke-Gesa Bußmann

Die Suche © Hilke-Gesa Bußmann

Arbeitest du derzeit an einem neuen Buch?

Ich arbeite derzeit an mehreren Projekten:

  • Die Veröffentlichung von Weltentaucher Teil 2 „Die Suche“ steht in wenigen Wochen an (Anmerkung D. F.: jetzt bei amazon erhältlich!).
  • Ich schreibe gerade am dritten Teil der Weltentaucher-Legenden mit dem Titel „Der Gefühlsverrat“
  • Zudem schreibe ich an der Rohfassung zum Hauptwerk „Dämonentraum“
  • An einem Schottland-Reisebuch und an meiner Magisterarbeit.

Viele Projekte, ja, aber die Abwechslung motiviert mich!

Wann wird „Die Suche“ erscheinen?

„Die Legenden der Weltentaucher – Die Suche“ wird am 10.7. erscheinen. Bei Dämonentraum und dem Schottland-Reisebuch kann ich leider noch kein Veröffentlichungsdatum nennen, da diese Projekte erst am Anfang stehen. Teil 3 der Weltentaucher-Legende soll noch dieses Jahr erscheinen.

Du hast das Projekt Weltentaucher-Literaturfreunde, eine Gemeinschaft aus Lesern, Autoren, Bloggern und Künstlern ins Leben gerufen. Literaturfreunde können live bei der Entstehung deiner Fantasy E-Book-Serie „Die Legenden der Weltentaucher“ dabei sein. Wie bist du auf die Idee gekommen?

Ich beschäftige mich wissenschaftlich mit der Digitalisierung von Literatur und mir war klar: Ich möchte nicht nur ein Werk schreiben, sondern gleich ein ganzes Projekt starten, an dem mehrere Künstler beteiligt sind und alle davon profitieren. Mittlerweile sind über fünfzehn Künstler und Blogger involviert und arbeiten an verschiedenen Projekten. Claudia Kociucki hat jetzt am 30.6. die erste Weltentaucher-Geschichte in der Reihe „Weltentaucher-Spin-Off“ veröffentlicht. Wir realisieren beispielsweise aber auch momentan ein Spiel, einen Webroman … Verschiedene Kunstwerke und Fotobücher. Es bleibt also spannend.
Wichtig ist: Jeder Künstler kann an dem Projekt mitarbeiten. Ich gebe (fast) keine Vorgaben, sodass der Kreativität keine Grenzen gesetzt werden!

Hier geht es weiter zu Teil 1 des Interviews!

Weitere Informationen und Neuigkeiten über Hilke-Gesa Bußmann findet ihr auf ihrer Homepage! Ihr wollt Hilke-Gesa Bußmann bei der Entstehung ihrer Fantasie-Serie begleiten? Hier geht es zum Projekt Weltentaucher Literaturfreunde!

Ähnliche Artikel:

Möchtest du noch mehr spannende Autoreninterviews lesen? Hier findest du weitere Interviews.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s