Es beginnt mit der Überzeugung: Affirmationen für Autoren und Schriftsteller

Kennt ihr das? Ihr schreibt, und es plagen euch Zweifel, ob es Sinn macht, weiterzuschreiben? Weil ihr das Gefühl habt, dass das, was ihr schreibt, banal klingt? Langweilig? Fragt ihr euch, ob ihr es jemals schaffen werdet, einen Roman zu Ende zu schreiben? Habt ihr euch schon mehr als einmal dabei erwischt, mehrere Wochen oder Monate nicht geschrieben zu haben, weil eure Unsicherheit und eure Selbstzweifel bezüglich des Schreibens euch gehemmt haben?

„Ich kann nicht schreiben.“, „Ich werde nie ein erfolgreicher Schriftsteller sein.“ „Das hört sich doch alles lächerlich an.“, „Ich schreibe so langweilig – wer will das lesen?“

Blockiert durch negative Gefühle

Willkommen im Club! Ich denke, die meisten Autoren und Schriftsteller haben in ihrer Karriere solche oder ähnliche Gedanken gehabt. Unser Ego liebt es, uns zu quälen! Solange die negativen Gedanken schnell wieder verschwinden, ist das alles nicht weiter schlimm – doch wehe, wenn sich diese Gedankengänge manifestieren! Dann wird es wirklich nichts mit dem eigenen Buch …

Denn stark verinnerlichte negative Gedanken blockieren und verunsichern jeden Schreibenden zunehmends. Diese Verunsicherung führt dazu, dass man seine Projekte aufgibt, bevor man richtig angefangen hat. Manchmal „stapeln“ sich die angefangenen Geschichten auf der Festplatte oder auf dem Schreibtisch, im schlimmsten Fall hört der Schreibende auf zu schreiben.

Schreiben, schreiben, schreiben

Natürlich kann es durch aus sein, dass der jeweilige Autor tatsächlich eine langweilige Schreibe hat oder Texte verfasst, die in diesem Zustand keiner lesen möchte. Aber hallo! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Schreiben bedarf Übung. Also gilt folgendes: Schreiben, schreiben, schreiben, überarbeiten, weiterschreiben. Und definitiv nicht aufgeben!

Ohne eine veränderte Einstellung bringt jedoch auch das nichts. Der negative Gedankenkreislauf muss unterbrochen werden!

Negative Gedanken überwinden 

Zunächst ist es notwendig, sich über die Einstellung, die einen behindert, bewusst zu werden. Wenn du häufig aus deinem Unterbewusstsein ein jammerndes „Ich schreibe so schlecht!“ oder „Aus mir wird nie ein Schriftsteller!“ hörst, sind das die dominierenden Gedanken, die dich in deiner Entwicklung stören. Um diese nun zu überwinden, muss die negative Haltung in eine positive umgepolt werden. Dazu wird die sogenannte Autosuggestion angewendet. Bei der Autosuggestion suggeriert man eine positive Botschaft in Form von Affirmationen an sich selbst. Affirmationen sind positive Glaubenssätze, die dabei helfen, das eigene Verhalten zu ändern und seine Ziele zu erreichen. Die Idee dahinter ist, dass das Unterbewusstsein gereinigt wird und durch ein bewusstes Gegensteuern in eine positive Denkrichtung gelenkt wird. Mit einer positiven Einstellung rückt der Erfolg näher.

Wie finde ich meine persönliche Affirmation?

Aus den negativen Aussagen des inneren Kritikers bzw. des Egos lassen sich hervorragend persönliche Affirmationen entwickeln. Formuliere einfach die negativste Botschaft über dich als Schreibende/r  in einen positiven Glaubenssatz um:

Aus „Ich kann nicht schreiben.“ wird „Ich schreibe von Tag zu Tag besser.“
      
Aus „Meine Texte sind immer so langweilig.“ wird „Ich schreibe spannende Texte.“



Eine weitere Möglichkeit, einen persönlichen Glaubenssatz zu entwickeln, ist, das Ziel, das erreicht werden soll, zu definieren und daraus anschließend eine positive Botschaft zu entwerfen. Frage dich: „Was ist mein Ziel? Was will ich erreichen?“

Beispiel: Dein Ziel ist es, ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen.
Eine mögliche Affirmation ist: „Ich habe das Talent und die Ausdauer, um ein Buch zu schreiben.“



Natürlich reicht es nicht, die Affirmation einmal aufzuschreiben und dann wieder zu vergessen. Eine Wirkung setzt erst ein, wenn sie mehrmals am Tag über mehrere Wochen aufgesagt wird. Stell dich dafür am besten vor einen Spiegel und schau dir selbst beim Aussprechen in die Augen. Sei überzeugend und überzeugt!

Regeln für die Formulierung deiner persönlichen Affirmation

  • Positive Formulierung – Verneinungen wie „Ich bin nicht mehr …“, sind tabu, ebenso negativ besetzte Wörter: Wenn du Wörter wie „Angst“ (z. B. „Ich habe keine Angst mehr vor …“) in deinem positiven Glaubenssatz verwendest, bleibt in deinem Unterbewusstsein ausschließlich das Wort Angst hängen. Eine positive Wirkung stellt sich dadurch natürlich nicht ein.
  • Kurz und prägnant Formuliere deine Affirmation kurz und prägnant, damit du sie dir gut einprägen und problemlos wiederholen kannst. Mehr als zwei Sätze sollte deine Affirmation deshalb auf keinen Fall beinhalten.
  • Verwende ausschließlich die 1. Person: „Ich …“
  • Verfasse deine positive Botschaft im Präsens. Statt „Ich werde nächstes Jahr …“ schreibe also „Ich bin …“.
  • Damit deine Affirmation wirkt, solltest du sie über einen längeren Zeitraum hinweg täglich aufsagen/aufschreiben.

 

Wie sieht es mit euch aus? Kennt ihr negative Gedanken beim Schreiben? Wie motiviert ihr euch, trotzdem weiterzuschreiben?

 

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