Interview mit dem Autor Martin Halotta, Teil 1

Martin Halotta © Thomas Stelzmann

Martin Halotta © Thomas Stelzmann

Martin Halotta wurde in Polen geboren, tingelte schon früh durch die Welt, lebte dann in Deutschland, bis er eine Zeit lang nach China ging, wo er ein ganz anderes Leben führte als jetzt. Und aus all diesen Aspekten und Erfahrungen möchte er Romane kreieren. Nun lebt er in Düsseldorf und engagiert sich unter anderem als stellvertretender Vorstandssprecher im Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. (BVjA). Derzeit arbeitet er an seinem Debütroman.

Martin, worum geht es in deinem Debütroman?

Die Geschichte spielt in Schanghai, wo ich einige Zeit gelebt habe. Es geht um einen westlichen Abenteurer, der in die Stadt kommt, um dort sein Glück zu finden und über ungewöhnliche Wege zu einer Berühmtheit wird.

Bisher hast du vor allem Kurzprosa veröffentlicht. Was ist deine Lieblingsgeschichte? Worum geht es?

Ich weiß gar nicht, ob ich sagen kann, dass eine meiner Geschichten meine Lieblingsgeschichte ist. Ich mag sie alle und freue mich über jede, die es zu einer Veröffentlichung geschafft hat.

Was inspiriert dich zu deinen Geschichten?

Das kann vieles sein. Von der Beobachtung einer alltäglichen Situation, über einen Artikel, den ich irgendwo lese, bis hin zu einem Geräusch, das ich zufällig höre. Also vermutlich das, was viele Leute zu etwas inspiriert. Allerdings ist es dann so, dass mir ein Satz zu diesem Eindruck einfällt, der sich in meinen Gedanken festbeißt. Dies kann der Titel der Geschichte sein oder ein Satz, der von einer Figur gesprochen wird, oder auch nur ein Leitsatz, unter dem die Geschichte steht. Dieser Satz bleibt dann während des ganzen Schreibprozesses und treibt mich an.

Wie gehst du beim Schreiben einer Geschichte vor? Planst du oder schreibst du einfach drauflos?

Ich bin der planerische Schreiber. Einfach drauflos schreiben könnte ich nicht, da mich dies sonst wo hinbringen würde. Eine Orientierung für das, was ich schreiben möchte, ist für mich sehr wichtig. Dabei folge ich aber keiner starren Struktur, keinem vorgegebenen Plan oder einer Checkliste. Ich überlege mir im Vorfeld, wie die Szenen, Dialoge oder der Handlungsverlauf aussehen können, spiele alles im Kopf durch, stelle vielleicht sogar manches szenisch nach und folge dann dieser Vorstellung. Abweichungen inbegriffen.

Wie schaffst du es, das Schreiben mit deinem Vollzeitjob vereinbaren?

Vermutlich so wie jeder, der neben dem Brotberuf schreibt: zu selten, so wie man es eigentlich will.

Wie viele Stunden schreibst du täglich bzw. in der Woche?

Ich versuche schon, täglich mindestens zwei Stunden zu schreiben. Unter der Woche meistens erst ab 21 Uhr bis Mitternacht oder später. Da ist die Ablenkung am geringsten und die Belastung des Tages schon von einem abgefallen. Dabei kommt es mir sehr entgegen, dass ich zu den Menschen gehöre, die sehr wenig Schlaf brauchen.

Wie beginnst du deine Schreibphase?

Ehrlich gesagt habe ich gar kein Ritual für den direkten Beginn. Meistens lese ich mir das durch, was ich zuletzt geschrieben habe und schreibe dann weiter. Wenn man aber etwas weiter vor den Beginn der eigentlichen Schreibphase geht, dann gehe ich joggen, um mich der Geschichte zu nähern. Während des Laufens, das quasi automatisch läuft, weil ich immer die gleiche Strecke laufe, denke ich viel über meine aktuelle Geschichte nach und versuche Handlungsstränge weiter zu entwickeln.

Hier geht es zum zweiten Teil des Interviews!

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