2015 – Diesmal schreib‘ ich den Roman!

Zum Jahresabschluss oder zum Jahresbeginn 😉 möchte ich euch einen Artikel auf den Weg geben, den ich für die Mitgliedszeitschrift des BvjA (Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e. V.) geschrieben habe. Viel Spaß beim Lesen!

Neues Jahr, neues Glück! Nehmen Sie sich auch jedes Jahr vor, jetzt endlich
mit dem Roman anzufangen, den Sie schon so lange im Kopf haben? Oder endlich an Ihrem Manuskript weiterzuschreiben? Einen Roman zu schreiben erfordert Disziplin und Zeit. Diese sechs bewährten Tipps helfen Ihnen dabei, 2015 Ihr Ziel zu erreichen:

1. Klären Sie Ihre Motivation
Hinter jedem gelungenen Projekt steht eine große Portion Motivation. Wer nicht ausreichend motiviert ist, wird scheitern – garantiert! Klären Sie für sich, warum Sie überhaupt einen Roman schreiben wollen. Klären Sie, was Sie ausgerechnet an diesem Thema so begeistert. Schreiben Sie sich selbst einen motivierenden Brief und lesen Sie ihn mindestens einmal pro Woche während Ihres Schreibprozesses.

2. Sie brauchen einen Plan
Mit einem klaren Ziel vor Augen werden Sie es schaffen: Sagen wir, Sie haben ein Jahr Zeit, um Ihren Roman zu schreiben. 2015 wird Ihr Schreibjahr! Aber um dieses Ziel zu erreichen, müssen Sie planen: Überlegen Sie sich, wann Sie beginnen und wie viele Manuskriptseiten Sie pro Woche oder pro Monat schreiben können oder wollen. Bleiben Sie aber realistisch! Es bringt nichts, sich zu hohe Ziele zu setzen und jeden Monat zu scheitern. Auf diese Weise überzeugen Sie Ihren inneren Schweinehund nicht. Beginnen Sie im ersten Monat mit einer geringen Seitenanzahl und steigern Sie sich peu à peu. Indem Sie mit sich selbst Ziele vereinbaren, setzen Sie sich unter Druck, die angestrebten Manuskriptseiten auch zu erreichen. Vergessen Sie aber nicht, sich immer wieder für das Erreichen eines Zieles zu belohnen: mit einem Eis beim Italiener, mit einem langen Spaziergang im Wald.

3. Besser wenig als gar nicht
Schreiben, schreiben, schreiben. Das ist die einzig wahre Formel, um einen Roman zu beenden. Doch nehmen Sie sich nicht zu viel vor: Denn schnell werden Sie von Ihrem selbst gesteckten Pensum, das Sie anfangs noch euphorisch angegangen sind und abgearbeitet haben, überfordert. Planen Sie zunächst jeden Tag etwa eine halbe Stunde für das konzentrierte Schreiben ein. Wenn Sie nicht gerade ein Baby oder Kleinkind mit unregelmäßigen Schlafenszeiten oder zwei Jobs haben, dürften Sie diese halbe Stunde pro Tag sicher erübrigen können. Auf diese Weise werden Sie Ihren inneren Schweinehund eher überwinden können, als wenn Sie sich zwei Stunden pro Tag vornehmen. Natürlich steht es Ihnen frei, länger als eine halbe Stunde zu schreiben. Aber dies geschieht ohne Druck.
Wenn Sie nicht sofort in Ihre Geschichte hineinfinden, beginnen Sie ein

4. Lass-los-Freewriting
Oft fällt Schreibenden der Übergang vom hektischen Alltag ins Schreiben schwer. Schwierigkeiten, Sorgen, Ängste umkreisen ihre Gedanken. Und sie hören nicht einfach auf, nur weil Sie sich dazu entschließen, sich an den Schreibtisch zu setzen und zu schreiben. Mit einem Lass-los-Freewriting leeren Sie Ihren Kopf von alltäglichen Gedanken und Gefühlen: Stellen Sie einen Timer (ca. 5 Minuten) und lassen Sie alle Gedanken unzensiert auf das Papier fließen. Schreiben Sie sofort los und denken Sie nicht darüber nach, worüber Sie schreiben könnten. Schreiben Sie, was Ihnen einfällt: über ihren Hunger, ihren Ärger mit Ihrem Kollegen, Ihre Sorgen. Lassen Sie einfach los! Alternative: Sie können auch ein Mandala, ein Schaubild mit geometrischen Motiven, ausmalen, um den Alltag für einen Moment abzustreifen und sich für das Schreiben zu öffnen. Mandalas zum Ausmalen haben eine unglaublich entspannende Wirkung. Indem man sich auf das Ausmalen der geometrischen Motive konzentriert und sie gleichmäßig ausmalt, werden alle kreisenden Gedanken aufgelöst. Der Alltag verschwindet für einen Moment. Wenn Sie das Gefühl haben, für das Schreiben bereit zu sein – dann legen Sie das Mandala beiseite und fangen mit Ihrem Schreibprojekt an!

5. Schreiben Sie ein Journal
Ein Journal ist der tägliche Begleiter eines Schriftstellers im Schreibprozess. Hier dokumentiert er Arbeitsschritte, fixiert Beobachtungen, betrachtet Szenen oder Figuren aus einer anderen als der im Manuskript geschriebenen Perspektive. Er reflektiert seine Ideen und erreicht auf diese Weise, dass sein Buch spannender, vielseitiger und lebendiger wird. Zudem nimmt das tägliche Journalschreiben die Hürde, mit dem Schreiben überhaupt zu beginnen. Schreibblockaden entstehen auf diese Weise erst gar nicht. Arbeiten Sie während Ihres Roman-Schreibprojektes mit einem Journal, um Ihre eigenen Fortschritte zu dokumentieren und Ihre Ideen festzuhalten.

6. Lassen Sie andere an Ihrem Fortschritt teilhaben!
Blogs sind ein ideales Instrument, um sich selbst immer wieder zu ermuntern, an einem Romanprojekt weiterzuschreiben. Berichten Sie in Ihrem Blog oder in einem sozialen Netzwerk regelmäßig von Ihren Fortschritten, erzählen Sie, ob und welche Probleme Sie mit Ihren Figuren haben und wie Sie sich während des Schreibens gefühlt haben. Nennen Sie auch Ihr selbst gestecktes Manuskriptseitenziel und feiern Sie gemeinsam mit Ihren Lesern die großen und kleinen Erfolge. Es gibt viele Menschen, die Sie interessiert begleiten werden. Und vielleicht können Sie Ihre Blogleser durch die Entstehungsgeschichte Ihres Romans als zukünftige Leser gewinne
Blogleser durch die Entstehungsgeschichte Ihres Romans als zukünftige Leser gewinnen! kleinen Erfolge. Es gibt viele Menschen, die Sie interessiert begleiten werden. Und vielleicht können Sie Ihre Blogleser durch die Entstehungsgeschichte Ihres Romans als zukünftige Leser gewinnen!

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2 Gedanken zu “2015 – Diesmal schreib‘ ich den Roman!

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