„Blut gegen Blut“-Autor Benjamin Spang im Interview

© by Mark Lissmann

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Benjamin Spang wurde 1984 in Dudweiler/Saar geboren. Nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter arbeitete er kurze Zeit in der Videospielbranche in Köln sowie Saarbrücken. Neben seinem Hauptberuf setzte er stets eigene, kreative Projekte um, und entdeckte 2011 das Schreiben für sich. Nach mehreren Kurzgeschichtenbänden begann er 2013 mit der Arbeit an seinem Debütroman „Blut gegen Blut“, der im Januar 2016 erschien.

 

 

 

 

 

 

Im heutigen Autoreninterview darf ich euch Benjamin Spang vorstellen. Er hat im Januar seinen Debütroman herausgebracht und erzählt euch nun etwas über die Entstehung seiner Fantasywelt. Viel Spaß beim Lesen!

Benjamin, im Januar hast du dein E-Book „Blut gegen Blut“ veröffentlicht. Herzlichen Glückwunsch! Kannst du dein Gefühl beschreiben, als dein Buch endlich gekauft werden konnte?
Danke! Ich war glaube ich zu müde, um diesen erhabenen Moment wirklich genießen zu können, da ich die Post an meine Crowdfunding-Unterstützer fertiggestellt habe, was nicht gerade wenig war. Ich war und bin aber natürlich überglücklich, das Buch endlich an meine Leser geben zu können.

Wie lange hast du an „Blut gegen Blut“ gearbeitet?
Ungefähr drei Jahre. Im April 2013 habe ich im „Camp NaNoWriMo“ die Erstfassung geschrieben und diese dann kontinuierlich verbessert. Dann kam die Arbeit an der Crowdfundingkampagne und ein Jahr später, also jetzt, die Veröffentlichung.

Deine Geschichten spielen in einer dunklen, düsteren Welt, in der die Figuren ums Überleben kämpfen. Woher nimmst du deine Inspirationen?
Von überall her. Man möchte jetzt meinen, dass ich nur düstere Fantasy lese oder düstere Filme gucke, und daher meine Inspriation nehme, aber dem ist nicht so. Ich konsumiere schon viel in die Richtung, aber Inspiration kann von überall herkommen. Aus Musikvideos, aus anderen Büchern, aus einfachen Überlegungen. Letztens hatte ich durch den Hashtag #verdrehtemärchen auf Twitter die Storyidee, dass eine Prinzessin ihren Prinzen retten muss, der im Koma liegt. Mit Gegenwart-Setting bzw. alles recht düster und mit Schusswaffen, in Richtung „Kill Bill“. Sowas reicht eigentlich schon als Funke, der dann die eigentliche Arbeit an einer Story in Gang bringt.

Wie hast du deine Fantasywelt Nuun erschaffen? Hast du sie dir aufgezeichnet?
Auch, aber nicht nur. Die Arbeit an der Fantasywelt geschah schon im Jahre 2004. Da habe ich sie entworfen als Setting für ein Computerspiel, das ich zusammen mit anderen entwickeln wollte. Aus dem Spiel wurde leider nichts, aber meine Welt und die Charaktere blieben.
Damals hatte ich viele gute Zeichner im Team, die maßgeblich am Entstehen der Welt durch ihre Zeichnungen beigetragen haben. Ich selbst habe viel geschrieben, mir Dinge überlegt wie die Währung der drei Völker (Menschen, Vampire, Werwölfe) oder deren Kultur, deren Städte usw. Es macht unheimlich viel Spaß eine eigene Welt zu erfinden, aber es ist auch jede Menge Arbeit.

Wie gehst du beim Schreiben einer Geschichte vor? Planst du oder schreibst du einfach drauf los?
Ich bin ein extremer Planer. Bei mir muss alles festgelegt sein, bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben beginne: Was passiert wann und warum? Wie endet die Geschichte? Ich muss das einfach wissen, um eine gute Geschichte schreiben zu können. Letztendlich ist eine gute Geschichte ein gut erdachtes Konstrukt, das bestimmten Regeln folgt.

Wie viele Stunden schreibst du täglich oder pro Woche? Hast du feste Schreibzeiten?
Am liebsten schreibe ich früh morgens um 5 Uhr, wenn alles ruhig ist. Zwei Stunden später muss ich dann auch schon los zu meinem Brotjob. Aber dann habe ich das gute Gewissen, bereits das Wichtigste des Tages erledigt zu haben.
Dieses frühe Aufstehen zum Schreiben ist aber Formabhängig. Oft schreibe ich auch nach der Arbeit, was mir aber wesentlich schwerer fällt, weil schon 8 Stunden Computerarbeit hinter mir liegen.
Täglich schreibe ich mindestens eine Stunde. In der Woche mindestens 8 Stunden. Wenn es gut läuft schaffe ich auch schon mal 30+ Schreibstunden.

Und wie beginnst du eine Schreibphase?
Ich setze mich hin und schreibe, ganz einfach. Oder ich plane die Handlung, schreibe Charakterisierungen, etc.
Ich habe kein Ritual, falls du das damit meinst. Ich setze mich hin und ziehe das durch, was getan werden muss.

Was treibt dich überhaupt an, zu schreiben?
Der innere Drang, andere Menschen gut zu unterhalten. Der innere Drang, tolle Dinge zu erschaffen, die mein Dasein auf der Erde überdauern werden. Der innere Drang, irgendwann vom Schreiben leben zu können.

Was hast du beim Schreiben von „Blut gegen Blut“ über dich selbst als Autor gelernt?Ich sollte aufpassen, wann ich Ausrufezeichen am Ende von Dialogen benutze. Meistens macht das keinen Sinn :).
Ansonsten wurde mir sehr stark bewusst, wie viel von einem selbst in die Geschichte einfließt, die man schreibt. Nach einer längeren Pause vor einer Überarbeitung ist mir aufgefallen, wie viel von meinem Leben in dieser Geschichte steckt. Das hat mich sehr verblüfft, um ehrlich zu sein. Damit hätte ich nie gerechnet.

Was ist dein nächstes Projekt?
Mehrere neue Romane stehen an. Die Arbeiten daran habe ich schon begonnen.

Benjamin, vielen Dank für das inspirierende Interview und weiterhin viel Erfolg beim Schreiben! 

Hier erfahrt ihr mehr über Benjamin Spang, schaut doch mal vorbei!

Website:
www.dowppelmondsaga.de

Social Media:

https://www.facebook.com/benjaminspang.autor

https://twitter.com/doppelmond

http://instagram.com/benjaminspang

https://www.youtube.com/user/doppelmondsaga/videos?view=0&flow=grid

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