Trickse deinen inneren Schweinehund mit Pomodoro aus!

DSC_0611Heute geht es weiter mit einem hilfreichen Tipp, um produktiver zu schreiben. Ich habe euch bereits letzte Woche gezeigt, warum unklare Ziele eure Produktivität mindern können. In diesem Artikel geht es darum, wie ihr euch durch 25-minütige Arbeitsblöcke selbst austricksen könnt.

Die Pomodoro-Methode

Es gibt unzählige Zeitmanagementmethoden, von denen ich selbst auch schon einige ausprobiert habe. Vor einiger Zeit habe ich eine Methode entdeckt, die sich für mich persönlich als besonders effektiv herausgestellt hat: die Pomodoro-Methode.

Die Pomodoro-Methode ist absolut simpel! Und doch trickst man sich selbst und seinen inneren Schweinehund aus, so dass man am Ende des Arbeitstages wirklich viel vorweisen kann. Seit ich mit dieser Methode arbeite bin ich produktiver geworden. Ich arbeite schneller, da ich immer im Hinterkopf habe, dass ich für die und die Arbeit nur einen kleinen Zeitrahmen habe. Ich lasse mich nicht mehr ablenken, sondern fokussiere mich komplett auf mein Schreibprojekt.

Entwickelt wurde diese Zeitmanagementmethode in den 1980er Jahren von dem Italiener Francesco Cirillo. Sie wurde nach der Form des Kurzzeitweckers Cirillos, der die Form einer Tomate hat, benannt: Pomodoro ist italienisch und heißt schlicht und einfach „Tomate“. Da seine Eieruhr nur 25 Minuten zählte, umfasst eine Arbeitseinheit 25 Minuten.

Die Methode beinhaltet neben kurzen Arbeitseinheiten häufige Pausen. Cirillos Ziel war, Unterbrechungen während der Arbeit zu vermeiden, insbesondere das Abschweifen in Gedanken. Gerade heute, wo das Internet ständig präsent ist und die Versuchung groß ist, mal eben die Nachrichten zu lesen, die Mails abzurufen und zu beantworten, sich kurz per Whats App mit Freunden zu verabreden und so weiter, finde ich die Technik unglaublich hilfreich. Cirillo wusste in den 1980ern noch nicht, wie sehr sich die Arbeitswelt dreißig Jahre später verändert, hat aber mit seiner Methode zumindest mir geholfen, diesen Versuchungen zu erliegen.

Wie funktioniert die Methode?

Cirillos unterteilt seine Arbeit in Blöcke von je 25 Minuten. Nach jedem Arbeitsblock darf man fünf Minuten Pause machen. Dann erfolgt wieder ein Arbeitsblock von 25 Minuten. Nach vier Arbeitsblöcken empfiehlt er eine Pause von 30 Minuten.

Nochmal übersichtlich:

Block 1: 25 Minuten arbeiten

5 Minuten Pause

Block 2: 25 Minuten arbeiten

5 Minuten Pause

Block 3: 25 Minuten arbeiten

5 Minuten Pause

Block 3: 25 Minuten arbeiten

5 Minuten Pause

Block 4: 25 Minuten arbeiten

30 Minuten Pause

Block 5: 25 Minuten arbeiten

5 Minuten Pause

Block 6: 25 Minuten arbeiten …

Vor der Arbeit: Aufgaben formulieren

Damit die Methode funktioniert, muss man aber bereits vor Arbeitsbeginn festlegen, was man in den Arbeitsblöcken tun möchte. Zu planen, welche Aufgaben wann gemacht werden sollen, ist also ein Muss, damit die Produktivität gesteigert wird. Ich setze mich deshalb jeden Abend hin und schreibe meinen Arbeitsplan für den nächsten Tag.
Momentan überarbeite ich im ersten und zweiten Arbeitsblock meinen Ratgeber, recherchiere im dritten Arbeitsblock und schreibe im vierten Block einen Newsletterartikel, dessen Titel ich aber auch schon vorher ausgewählt habe.
Die lange Pause von 30 Minuten verbringe ich draußen auf dem Feld mit meinem Hund. Danach habe ich noch zwei Arbeitseinheiten Zeit, bevor ich meine Tochter vom Kindergarten abhole. Diese fülle ich derzeit mit Schreiben.

Sobald eine Aufgabe erledigt wurde, darf sie durchgestrichen werden. Dieses Durchstreichen sorgt für ein freudiges Erfolgsgefühl. 🙂

Wenn du einen Roman schreibst, kann du beispielsweise festlegen, dass du im ersten Arbeitsblock deinen Text vom Vortag überarbeitest, im zweiten Arbeitsblock die Szene XY schreibst, im dritten Arbeitsblock daran weiterschreibst und im vierten recherchierst.

Die Pausen …

… sind wichtig! Bleib nicht an deinem Schreibtisch sitzen und surfe im Internet, sondern bewege dich oder relaxe in diesen fünf Minuten. Hör dir einen Song an, lauf zum Kühlschrank oder schau aus dem Fenster und genieße den Tag. Ich muss mich ehrlich gesagt selbst oft dazu zwingen, aufzustehen, vor allem deshalb, weil mein Hund sich gern direkt neben meinen Stuhl legt und jedes Mal aufschreckt, sobald ich aufstehe. Doch ich bessere mich … Also: Steh auf und entferne dich vom Schreibtisch! Diese kurzen Pausen helfen dir, dich neu zu motivieren, sorgen dafür, dass deine Gedanken nicht abdriften und du dich in den folgenden 25 Minuten wieder vollkommen auf deine Arbeit konzentrieren kannst.

Wenn du keinen Kurzzeitwecker hast oder dich das Ticken stört (so wie mich ;-)), dann kannst du beispielsweise diesen Pomodoro-Timer nutzen:

http://e.ggtimer.com/pomodoro

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