Wie du mehr Zeit zum Schreiben findest und deine Ziele erreichst

Diesen Artikel habe ich für die aktuelle Qwertz geschrieben, dem Mitgliedermagazin des BVjA.

Ein Buch zu schreiben könnte so einfach sein: einfach hinsetzen und losschreiben. Doch nur den wenigsten Hobbyautoren, die einem Beruf nachgehen, Kinder und Partner haben und sich um Haus und Garten kümmern müssen, gelingt das problemlos. Tagtäglich prasseln so viele Erwartungen und Pflichten auf uns ein, dass schon dieses „einfach hinsetzen“ nicht funktioniert. Es gibt so viele Dinge, die erledigt werden müssen, an die wir denken müssen. Und dann gibt es auch noch die sozialen Netzwerke, die uns, wenn wir uns einmal an den Computer gesetzt haben, vom Schreiben abhalten. Unser Leben ist ständig in Bewegung – wie sollen wir es nur schaffen, in diesem vollgestopften Alltag noch ein Buch zu schreiben?

Spontan ergeben sich drei Möglichkeiten:

1. Es sein lassen.

2. Abwarten, bis es besser wird.

3. Immer dann schreiben, wenn ein bisschen Zeit ist.

Leider kommen wir so nicht voran. Die ersten beiden Möglichkeiten kommen bei vielen von uns nicht infrage, denn tief in uns ist diese innere Stimme, die uns dazu drängt, den Traum vom Schreiben nicht aufzugeben. Es gibt hunderte von Ideen, die umgesetzt werden wollen. Unzufriedenheit überkommt uns, denn wenn etwas in uns brennt, will dieses Feuer auch rausgelassen werden. Die dritte Option ist auch nicht viel wert, denn wenn etwas ohne Plan und Verbindlichkeit verläuft, können zwischen zwei Schreibsessions auch mal mehrere Tage oder sogar Wochen liegen. Zwischendurch ein paar Zeilen zu schreiben reicht selten aus, um ein Manuskript zu beenden oder auch nur den Wunsch vom Schreiben zu befriedigen. Frustrierend ist es darüber hinaus.

Nun kommt die vierte Möglichkeit ins Spiel. Regelmäßig oder täglich schreiben trotz Alltagsstress. Wie soll das funktionieren? Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Man muss die Rahmenbedingungen für ein produktives Autorenleben schaffen. Und das bedeutet natürlich auch, dass man etwas im bisherigen Leben verändern muss. Es ist nicht immer einfach, regelmäßig Zeit und Muße zum Schreiben zu finden, doch es ist möglich.

Mit den folgenden sieben Tipps zeige ich dir, wie du dir Zeit zum Schreiben verschaffen und dich mental darauf einstimmen kannst, deinen Schreibtraum auch wirklich umzusetzen – trotz Haushalt, Partner, Kinder und Job. Denn nicht nur ein falsches Zeitmanagement, sondern auch ein fehlendes Bewusstsein für sich selbst und seine Ziele können das Projekt „Buch schreiben“ behindern.

#1: Finde Zeit zum Schreiben: das Zeittagebuch

Ich habe es am Anfang bereits erwähnt: Unser Alltag ist so vollgestopft, dass vielen zum regelmäßigem Schreiben einfach die Zeit fehlt. Ist das aber wirklich so?
Ich empfehle dir, ein Zeittagebuch zu nutzen und dich in der kommenden Woche zu beobachten. Schreibe detailliert auf, was du den ganzen Tag wann und wie lange machst. Oft fällt uns erst auf, wie viel Zeit wir eigentlich haben – und verplempern -, wenn wir genauer hinsehen. Werte die Daten am Ende der Woche aus und markiere die Zeiten, in denen du etwas gemacht hast, das eigentlich nicht notwendig war. Zu solchen Zeitfressern gehören natürlich das Internet, die sozialen Netzwerke, TV-Serien, aber auch fehlende Selbstdisziplin, tägliche „Vergnügungstelefonate“ mit Freunden oder der Mutter und Desorganisation wie ein unaufgeräumter Schreibtisch, auf dem erst einmal Platz geschaffen werden muss, bevor die Arbeit begonnen werden kann.
Natürlich musst du deine liebgewonnenen Tätigkeiten nicht aufgeben, aber wenn du findest, dass du keine oder zu wenig Zeit zum Schreiben hast, solltest du dir zumindest überlegen, einige Tätigkeiten zu limitieren.

#2: Vereinbare täglich einen Schreibtermin mit dir

Vereinbare mit dir selbst einen Termin und versuche jeden Tag fünfzehn Minuten für das Schreiben abzuzweigen, damit du von nun an regelmäßig schreiben kannst. Etabliere das tägliche Schreiben in deinem Tagesablauf! Dazu ist es übrigens am besten, wenn du immer zur selben Zeit schreiben könntest. Dies vereinfacht es, das neue Ritual anzunehmen. Später kannst du die Schreibzeit ausweiten.

#3: Schenke dir stundenweise Auszeiten von den sozialen Netzwerken

Gehörst du auch zu den Menschen, die rund um die Uhr bei Facebook, Twitter und Co. unterwegs sind? Es ist ja schön, immer informiert zu sein, was die Freunde und Bekannten treiben oder sie über eigene Aktivitäten zu informieren. Doch die Schattenseiten dieser Vernetzung sind vielfältig: Wissenschaftler haben längst festgestellt, dass sich der Stresspegel durch die sozialen Netzwerke erhöht und die Produktivität sowie die Lebensqualität sinkt. Smartphone-Apps unterstützen dich dabei, eine Weile offline zu bleiben.

#4: Ziele setzen und umsetzen

Wer wirklich seinen Traum vom Schreiben verwirklichen möchte, kommt nicht darum herum, sich Ziele zu setzen. Nicht zu wissen, wohin die Reise eigentlich gehen soll, führt dazu, sich nicht aktiv darum zu bemühen, sich Zeit zum Schreiben zu nehmen. Liste zunächst alle Schreibprojekte auf, die du gern umsetzen würdest, und ordne jedem eine Priorität zu: wie wichtig und dringend ist Projekt A gegenüber B? Danach soll jedes Ziel unterteilt werden: Nimm nun das für dich wichtigste Ziel und überlege realistisch, wie viel Zeit du dir geben möchtest, um dies zu erreichen. Nun unterteile den Weg zu diesem Ziel in mehrere Teilziele. Gib jedem Teilziel einen Zeitrahmen. Wenn du beispielweise ein Buch mit 15 Kapiteln planst, könntest du pro Monat etwa ein Kapitel einplanen. Wie viele Wörter müsstest du pro Woche oder täglich schreiben? Wie viel schaffst du (bleib realistisch!)?

#5: Was motiviert dich?

Ziele zu haben ist schön, doch ohne Motivation wirst du sie nur schwer erreichen. Was motiviert dich zum Schreiben? Überlegen dir ein paar Gründe, weshalb du überhaupt deine wertvolle Zeit damit verbringen möchtest, vor einem Computer zu sitzen und ein Buch zu schreiben. Ein Grund könnte zum Beispiel sein, dass du das Schreiben liebst und davon leben möchtest. Vielleicht möchtest du anderen Menschen etwas Bestimmtes über deine Bücher mitteilen. Möchtest du auf dein Business aufmerksam machen? Schreibe  einen kleinen Motivationstext an dich!

#6: Glaub an dich!

Selbstzweifel und negative Gedanken begleiten jeden Schreibenden. Egal wie weit es Autorinnen und Autoren auf ihrer Karriereleiter geschafft haben: immun ist wohl keiner dagegen. Während die einen jedoch leicht aus einem negativen Gedankenkarussel wieder herausfinden, gelingt es anderen kaum bis gar nicht. Doch nur wenn du an dich glaubst, wirst du mit dem Schreiben Erfolg haben! Du solltest Strategien entwickeln, wie du mit Zweifeln an dich selbst umgehen kannst. Bau dir einen Gedankenstopp ein, wenn sich negative Gedanken bezüglich des Schreibens in deinem Kopf ausbreiten wollen (sage „Stopp“ und denke sofort an etwas Positives wie „Ich habe bereits bewiesen, dass ich gut schreibe.“). Oder nutze positive Glaubenssätze, Affirmationen, und sagen sie dir jeden Tag vor dem Spiegel auf: „Ich werde Tag für Tag eine bessere Autorin.“

#7: Steh dazu, Autor oder Autorin zu sein!

Wie oft habe ich schon gehört, dass sich Menschen, die schreiben, gar nicht trauen, anderen davon zu erzählen. Denn nahezu bei jedem kamen abgenutzte Kommentare wie „Ach, willst du der nächste Stephen King werden?“, oder „Ich wollte auch schon immer ein Buch schreiben!“, die einem zeigen, dass man nicht ernst genommen wird. Aber wenn du tatsächlich das Ziel verfolgst, als Autor oder Autorin erfolgreich zu sein, wenn du regelmäßig schreibst und an einem Manuskript arbeitest, spricht nichts dagegen, sich zu outen. Es wird dir am Anfang schwer fallen, „Ich bin Autor“ über die Lippen zu bekommen. Aber wenn du es etwas geübt haben, wirst du darin immer besser. Einen positiven Nebeneffekt gibt es außerdem: Du wirst noch motivierter sein, um denen, die dich belächeln, zu zeigen, dass du es schaffst, als Autor erfolgreich zu sein.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, diesen Artikel zu lesen. Hat er dir gefallen? Dann teile ihn doch auf Twitter 🙂 Ich freue mich darüber!

Mit meinem E-Book „Schreib täglich!“ schaffst du die Grundlage für deinen Traum! Probier es aus!

 

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Nachtrag Seminar „Schreib dich frei“: Schreibt jeder für sich – oder nicht?

Heute hat mich eine E-Mail mit einer wichtigen Frage zu meinem E-Mail-Seminar „Schreib dich frei“ erreicht. Es geht darum, ob die Texte, die in den 6 Wochen geschrieben werden, für alle Teilnehmer sichtbar sind und kommentiert werden oder nicht.

Meine Antwort:

Tatsächlich ist es so, dass jeder für sich selbst schreibt. Es geht in dem Kurs darum, durch die täglichen Übungen in einen eigenen Schreibrhythmus zu finden, inspiriert zu werden, sich schreibend auszuprobieren. Dabei werdet ihr ganz sicher eurem inneren Kritiker begegnen – und einen Weg finden, euch gegen ihn zu behaupten. Das reicht dann aber auch. Positive oder negative Kritik von Seiten der Teilnehmer oder von mir bleibt deshalb außen vor. Wenn alle Teilnehmer einverstanden sind, können wir gern am Ende des Kurses einen Austausch machen.

Wenn ihr noch Fragen habt, meldet euch bitte!

Liebe Grüße,

Denise

Vorankündigung: Schreib dich frei – E-Mail-Seminar für Hobbyautoren

Ab dem 22. Januar 2015 biete ich ein neues E-Mail-Seminar an: „Schreib dich frei“! Wer sich bis zum 15. Dezember 2014 für das sechswöchige anmeldet, bekommt einen vorweihnachtlichen Rabatt: statt 39 Euro zahlt ihr nur 29 Euro! 🙂 Es sind 5 Plätze frei!

In 6 Lektionen (1 Lektion = 1 Woche) beschäftigen wir uns mit den vielfältigen Möglichkeiten des Kreativen Schreibens. Ihr werdet ermutigt, neue Wege zu gehen, um eure Figuren und die Atmosphäre in euren Texten lebendiger zu gestalten. Denn nichts ist schöner als Dinge so unverwechselbar zu beschreiben, dass der Leser ein klares Bild vor Augen hat. Wir experimentieren mit unseren fünf Sinnen – schmecken, tasten, sehen, riechen und hören – und schreiben mit geschärfter Wahrnehmung kleine Szenen, Dialoge und Charakterisierungen. Aber nicht nur eure Fantasie und Vorstellungskraft werden in diesem Seminar angeregt: darüber hinaus lernt ihr originelle Techniken, die ihre Schreibmotivation fördern und Schreibhemmungen oder -blockaden abbauen.

Wie läuft es ab?

Ihr erhaltet sechs Wochen lang von Montag bis Samstag täglich eine E-Mail mit einer kreativen Aufgabe, deren Thema zur jeweiligen Lektion passt. Für die Werktags-Aufgaben benötigt ihr etwa eine halbe Stunde, die Wochenendaufgabe ist etwas umfangreicher.

Ziele:

Schärfen der eigenen Wahrnehmung
Anregung der Fantasie
Inspiration
Kennenlernen neuer Schreibtechniken
Optimierung des eigenen Schreibstils
Aktivierung der Imaginationskraft
Förderung des sprachlichen Ausdrucks

Themen und Methoden:

Werkzeugkoffer mit inspirierenden Kreativitätstechniken wie Automatisches Schreiben, Imagination, Assoziationen, Collagen
Wahrnehmungsübungen
Materialsammlung

Hier könnt ihr euch unverbindlich anmelden oder Fragen stellen: kontakt@denisefritsch.de

Liebe Grüße,

Denise

Jetzt anmelden! Schreiben Sie Ihre eigene Kurzgeschichte!

Melden Sie sich für das Online-Seminar „Kurzgeschichten schreiben für Anfänger“ an und lernen Sie Schritt für Schritt das Schreibhandwerk kennen. Jede Woche beschäftigen Sie sich mit einem anderen wichtigen literarischen Schwerpunkt und lernen/vertiefen das Handwerkszeug, um am Ende erfolgreich Ihre eigene Kurzgeschichte zu schreiben. Natürlich besteht das Seminar nicht nur aus Theorie! Sie haben in diesem Online-Seminar jede Menge Gelegenheit, um zu schreiben!

Themen: Unterschied Roman vs. Kurzgeschichte ☞ Was ist eine Kurzgeschichte?, Merkmale, Regeln zum Schreiben einer Kurzgeschichte, Bauelemente einer Geschichte, Erzählperspektive, Themen für Kurzgeschichten finden, Anfang einer Kurzgeschichte: Wie soll ich beginnen?, Prämisse, Plot, Figuren entwickeln, Setting, Dialoge, Konflikte und Spannung, Kurzgeschichte schreiben: Thema, Plot, Prämisse ☞ aktuelle Wettbewerbsthemen werden zur Auswahl gestellt, Rohfassung, Kurzgeschichte schreiben, Rohfassung, Kurzgeschichte schreiben, Professionell Überarbeiten, Publikationsmöglichkeiten, abschließendes Feedback

Wenn Sie an diesem Online-Seminar teilnehmen und Ihre eigenen Kurzgeschichten verfassen wollen, melden Sie hier sich an!

Nächster Kursbeginn am 06. Januar 2014!

– Änderungen vorbehalten! –

KW 41 – Schreibanregungen für jeden Tag

Nach einigen Wochen ohne Schreibanregungen geht es heute hoffentlich wieder los! Sorry, die letzten Wochen waren schon wieder  irgendwie so vollgestopft mit (Abgabe-)Terminen, dass ich es nicht geschafft habe, zu bloggen. Nun aber zu den Schreibanregungen!

Verbessere deinen Schreibstil, erweitere dein Schreibhandwerk, indem du wieder jeden Tag ein paar Minuten trainierst. Meine Übungen geben dir Raum für Kreativität! Probier es aus!

Manche Aufgaben erscheinen auf zunächst vielleicht etwas merkwürdig. Vielleicht befürchtest du, dass dir zu der einen oder anderen Schreibanregung nichts einfallen wird. Aber keine Sorge: das wird garantiert nicht passieren! Schreib einfach drauflos! Und mache dir keine Gedanken darüber, ob die Schreibanregung nun sinnvoll und verwertbar ist, oder nicht. Die Schreibanregungen verhelfen dir zu einer täglichen Schreibroutine. Alles andere kommt später!

Mach es dir bequem und nimm dir für jede Aufgabe etwa fünf bis fünfzehn Minuten Zeit.

Wortfinder – Nimm einen Roman deiner Wahl zur Hand und schlage es an irgendeiner Stelle auf. Fahre mit dem Finger, ohne auf den Text zu schauen, durch die aufgeschlagenen Seiten und zähle bis sechs. Bei „sechs“ stoppst du. Nimm das Wort, auf das dein Finger zeigt, als heutige Schreibanregung und schreibe einen Dialog, der dieses Wort enthält. (5 Minuten)

Dialog mit Gegenstand – Lasse deinen Blick durch den Raum schweifen und zähle bis zehn. Nimm den Gegenstand, an dem dein Blick nach der Auszählung haften geblieben ist, und beginne damit, dich schriftlich mit ihm zu unterhalten. Frage ihn beispielsweise, wie es ihm geht oder was er/sie/es vor seiner Zeit bei dir so getrieben hat.

Assoziationen – Clustere heute das Wort „Gelb“. Schreibe dazu „ Gelb “ in die Mitte deines Blattes, umkreise es und lass deinen Gedanken freien Lauf. Assoziiere von diesem zentralen Wort aus einzelne Wörter oder Phrasen, die dir in den Sinn kommen, wenn du an diese Farbe denkst. Jede Idee wird separat umkreist und mit dem zentralen Wort verbunden. Das Cluster ist ein ideales Instrument, um in den Schreibprozess einzusteigen und Ideen zu brainstormen. Anschließend schaust du dir dein Cluster an und schreibst einen kurzen Text zu einem Strang, der dich besonders anspricht.

Schauplatz – Suche mit Hilfe einer Suchmaschine Informationen zu „Herkules“, „Orangerie“, „Bergpark Kassel“ oder „Löwenburg“. Lies dir die Informationen zu einem der Schauplätze durch und schreibe anschließend in einem Freewriting (5 bis 10 Minuten, Timer stellen), in welchem Zusammenhang du diesen Schauplatz literarisch nutzen könntest. Könnte hier ein Mord passiert sein? Oder entwickelt sich hier eine Liebesgeschichte? Entwickle Anfänge einer Geschichte/Szene bereits in diesem Freewriting.

Charakterbeschreibung – Charakterisiere in 200 bis 300 Wörtern einen jungen Mann im Alter von 37 Jahren, der nicht bereit ist, aus dem Elternhaus auszuziehen.

Schlagzeile – Die besten Geschichten schreibt das wahre Leben. In diesem Sinne werden wir unser Thema heute in einer (Online-)Zeitung aufspüren. Gehe z. B. auf bild.de und wähle eine beliebige Schlagzeile aus dem Newsticker aus. Schreibe anschließend einen inneren Monolog einer der beteiligten Personen – vor, während oder nach dem Geschehen.

Song – Wähle einen Song aus, den du sehr gerne magst. Schließe während der Song läuft deine Augen und lass die Stimmung auf dich einwirken. Schreibe anschließend eine kurze Geschichte, in der du Bilder oder Themen, die in dem Song vorkommen, aufgreifst.

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Schreibanregungen für jeden Tag


Schreibanregungen durch Bilder/Fotos


Freewriting

Die Werkzeuge des Autors – Überzeugen Sie Ihren Leser durch Details

Um die Aufmerksamkeit Ihres Lesers zu erhalten, müssen Sie ihm das Gefühl geben, dass die Story, die Sie geschrieben haben, wirklich passiert sein könnte. Nur so bleibt er dran, legt das Buch nicht beiseite. Dies gelingt beispielsweise, indem Sie Details nicht abstrakt beschreiben, sondern sie in ihrer individuellen Art benennen: schreiben Sie nicht Obst, wenn Sie Bananen meinen, nicht Blumen, wenn Sie Rosen meinen. Schreiben Sie nicht „der große Hund“, sondern benennen Sie seine Rasse, sein Aussehen. Wenn Sie mit physischen Details arbeiten, wird Ihr Leser „sehen“, Sie regen seine Fantasie an: In seinem Inneren werden Bilder erzeugt.

Erstellen Sie Wortlisten!

Um einen Gegenstand, einen Schauplatz oder Gefühle besser erfassen zu können, bietet es sich an, Wortlisten zu erstellen. Mit diesen Wortlisten sammeln Sie „Material“ für Ihre Geschichten. In einer Wortliste werden alle Assoziationen zu einem bestimmten Wort aufgeschrieben. Lassen Sie dabei Ihrer Kreativität freien Lauf. Wenn Sie anschließend über einen Schauplatz schreiben, können Sie die Elemente aus der Liste aufnehmen. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich überraschen, wie überzeugend Sie plötzlich schreiben werden.

Schreibanregung – Wortlisten schreiben

  1. Schreiben Sie eine Wortliste zu dem Wort Neid und listen Sie dabei alles auf, was Ihnen zu diesem Begriff einfällt. Vielleicht denken Sie an eine bestimmte Farbe, wenn Sie an Neid denken – dann listen Sie sie auf! Oder Sie bringen ein bestimmtes Erlebnis, eine Person, einen Gesichtsausdruck mit Neid in Verbindung – listen Sie alles auf! Anschließend wählen Sie vier bis fünf Assoziationen aus und schreiben einen kurzen Text.
  2. Listen Sie mindestens vier Orte auf, an denen Sie sich wirklich wohl fühlen. Wählen Sie nun einen Ort aus und schreiben Sie eine weitere Wortliste mit mindestens 10 Assoziationen zu diesem Ort. Anschließend wählen Sie vier bis fünf Assoziationen aus und schreiben einen kurzen Text.

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Schreibstimuli für mehr Kreativität: Schreiben mit der schwächeren Hand

Fundgrube: Fiktiver Lebenslauf einer literarischen Figur

Entdeckt: Altes Foto als Schreibanregung

Soeben habe ich bei Wikipedia ein tolles Foto aus dem alten Frankfurt (Main) gefunden, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Es wurde um 1896 von Carl Friedrich Fay aufgenommen und zeigt einen Hof in einer kleinen Gasse in der Altstadt. In der Mitte seht ihr ein kleines Mädchen in einem weißen Kleid, das mit traurigem Blick in die Kamera schaut (Bild vergrößern, dann seht ihr ihren Gesichtsausdruck).

Nutzt diese Bild als Schreibanregung! Wer könnte das Mädchen sein? Ist sie vielleicht ein Geist? Warum schaut sie so traurig? Was denkt sie? Wartet sie auf jemanden?

Schreibt danach eine kleine Szene, die dem Bild vorausgegangen ist. Oder schreibt einen inneren Monolog. Einen Dialog mit dem Fotografen. Seid kreativ und lasst euren Gedanken freien Lauf!

Viel Spaß und ein schönes, sonniges Wochenende wünsche ich euch!

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