DIY: Stehpult selbst bauen für unter 35 Euro

img_4825.jpg

Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die zeigen, dass das Arbeiten an einem Stehpult positive Auswirkungen auf den Körper und auf den Geist haben. Dabei geht es gar nicht darum, ausschließlich im Stehen zu arbeiten: vielmehr ist es der Wechsel „Stehen-Sitzen“, durch den ein gesünderes Arbeitsleben ermöglicht wird.

Einige Vorteile eines Stehpults:

  • Bewegung durch Steh-Sitz-Dynamik im Büroalltag
  • Entlastung der Bandscheiben
  • Verbesserung der Konzentration
  • Verbesserung der Durchblutung des Körpers

Mittlerweile gibt die Stehtische sogar in günstigen Ausführungen, doch selbst günstig ist nicht immer günstig genug. In meinem Schreibprogramm „Schreib täglich“ empfehle ich, das Schreiben im Stehen erst einmal an einem Bügelbrett auszuprobieren. Das ist wahrlich die günstigste Alternative, denn die Dinger gibt es ja schon für ein paar Euro. 🙂 Ich habe es recht lange genutzt, aber irgendwann war ich es leid, im Büro ständig ein Bügelbrett stehen zu haben. Ich habe mir dann ein Stehpult aus einem Billyregal und einem Brett gebastelt. Das war ganz gut, aber zu hoch. Zwischenzeitlich hatte ich mir ein Stehpult gebraucht gekauft, weil mir die Idee, die ich euch heute vorstellen möchte, erst vor ein paar Tagen kam, als ich den alten Lernturm meiner Tochter entsorgen wollte. Wer von euch kleine Kinder hat, wird den ikea Hack kennen: den selbstgebauten Lernturm nach Montessori.IMG_4769 Meine Tochter ist mittlerweile vier und lange aus dem Alter heraus. Als mein Mann den Sperrmüll wegbrachte, wollte ich ihn schnell auseinanderbauen, um ihm das Geländer mitzugeben und den Hocker zu behalten. Und just in diesem Moment kam mir die Idee, ein Stehpult daraus zu bauen: für dieses musste ich nur die Latten austauschen und ein noch vorhandenes Schrankbrett draufschrauben. Einfacher gehts ja nicht 🙂 Gesagt, getan. Und siehe da: nach wenigen Arbeitsschritten war mein neuer Stehpult fertig. Aber auch, wenn ihr keinen Lernturm zu Hause habt, seid ihr relativ schnell fertig mit dem Aufbau.

Ihr benötigt:

1 ikea Tritthocker Bekväm 12,99 Euro
1 lange, vierkantige Latte/Vierkantholz (die Maße meiner Latte waren: 34 x 34 mm, 2,70 m) aus dem Baumarkt
Holzlatte, ca. 1,50 m, 100 mm breit, 20 mm stark
Arbeitsplatte (meine hat folgende Maße: 80 x 45 x 1,5 cm; es handelt sich um einen Regalboden aus meinem alten Schrank :-))
Säge, falls euer Baumarkt nicht so nett ist, alles zu schneiden
Holzschrauben
Akku-Schraubbohrer + passende
Schleifpapier, wenn nötig
Farbe, wer mag

Vorarbeiten:

  1. Das Vierkantholz wird in vier gleichlange Stücke gesägt. Ich hatte mir zuvor überlegt, wie hoch der Tisch sein sollte und auf den Lernturm Styroporplatten übereinandergestapelt. Als ich die optimale Höhe gefunden hatte, habe ich die Höhe ausgerechnet: Höhe der Arbeitsplatte – Bekvämhöhe = Lattenlänge
    Da ich etwas über 1,70 m bin, brauchte ich eine Lattenlänge von 50 cm. => 4 x 50 cm
    (Alternative: Ihr orientiert euch an den Maßen von anderen Stehtischen.)
  2. Sägt die Holzlatte in vier Teile: 2 à 40 cm, 2 à 24 cm

img_4777.jpg

Anleitung: Aus Lernturm wird Stehpult

Wenn ihr den Lernturm bereits habt, tauscht ihr einfach die Latten aus und schraubt alles wie gehabt zusammen. Danach wird nur noch die Arbeitsplatte befestigt. Ich habe dazu einfach Schrauben von oben eingedreht. Aber es geht natürlich noch eleganter, von unten. Aber ich bin eher praktisch und pragmatisch veranlagt. Reichte also 🙂

Anleitung: Aus Bekväm wird Stehpult

  1. Nachdem die Vorarbeiten abgeschlossen sind, schraubt ihr den Tritthocker ohne die Trittfläche zusammen.
  2. Ermittelt von allen Vierkanthölzern die Mitte, indem ihr ein Kreuz einzeichnet: von einer Ecke zur nächsten.
  3. Bohrt in die Mitte ein Loch.
    IMG_4801
  4. In jede Ecke der Trittfläche des Tritthockers wird nun ein Vierkantholz angeschraubt. Schön bündig.
  5. Anschließend befestigt ihr die Holzlatten, damit die Vierkanthölzer miteinander verbunden werden können. Nun bekommt euer Konstrukt Stabilität.
  6. Im nächsten Schritt wird die Trittfläche an das Unterteil von Bekväm geschraubt.
  7. Endlich kann die Arbeitsfläche befestigt werden. Ich habe einfach die Schrauben von oben in die Vierkanthölzer eingeschraubt. Wer es eleganter mag, kann Winkel von unten befestigen.
    IMG_4834
  8. Wer nun noch Lust hat, kann den Stehtisch abschleifen und/oder streichen. Ich selbst habe ihn erst einmal so gelassen 🙂

Einfach, oder?

Viel Spaß beim Nachbauen!

Liebe Grüße,

Denise



img_1692
Du willst täglich schreiben, weißt aber nicht, wie und wo du anfangen sollst? Mein Schreibratgeber „Schreib täglich!“ hilft dir auf die Sprünge! Oder möchtest du dich etwas unter Druck setzen lassen? 🙂 Kein Problem! Melde dich zu meinem E-Mail-Seminar „SCHREIB DEINEN ROMAN! – Ein etwas anderer E-Mailkurs“  oder zu täglichen Schreibimpulsen „Tag für Tag schreiben“ an. Ein persönliches Life Coaching für Autoren ist auch möglich: kontakt@denisefritsch.de.

"

 

Advertisements

Tag 14: Was motiviert dich? –Autorenwahnsinn Sommer-Edition

Heute wird beim Autorenwahnsinn eine Frage gestellt, die ich gern mag. Warum? Weil solche Fragen inspirierende Antworten liefern. Gleich werde ich mich bei den anderen Autoren und Autorinnen umsehen und schauen, was sie motiviert. Dieser Input ist spannend; wahrscheinlich gibt es die eine oder andere Motivationsformel, die sich zu übernehmen lohnt 🙂

Nun möchte ich aber erst einmal die Frage beantworten: Was motiviert mich?

IMG_4196 1. An erster Stelle steht das Feedback meiner Leser und Kunden. Ich freue mich immer, wenn ich eine neue Rezension oder eine Mail erhalte, in der steht, dass er oder sie durch
meine Bücher, Seminare oder Mails wieder schreibt. Das ist Motivation pur, denn es zeigt mir, dass das, was ich tue, anderen etwas bringt und nicht sinnlose Zeitverschwendung ist.

 

 

 

IMG_39052. Motivationszitate – Ja, ich liebe sie tatsächlich. Nicht ohne Grund bekommen die Teilnehmer meiner Challenge jeden Tag ein neues Zitat untergejubelt 😉 Eigennutz, Eigenmotivation 😉

3. Ein neues, fertiges Buch in meinen Händen. Dieser Moment ist unbezahlbar und motiviert für Folgebücher.

4. Diverse Songs, Bücher und Filme. Für einen Motivationskick klick ich mich zu youtube und wähle meine Moti-Songs aus. Sie geben mir sofort neue Energie. Ich werde euch jetzt aber nicht sagen, welche es sind … wahrscheinlich etwas peinlich 😉

5. Mein Kontostand (sowohl bei Ebbe als auch bei Flut) – Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich aus reiner Spaß am Schreiben schreibe. Ich liebe es, wenn ich dafür entlohnt werde. Und wenn mal wenig reinkommt, zeigt es mir, dass ich mich mal wieder etwas mehr anstrengen sollte. Da mein Monatsgehalt als Freiberuflerin nicht konstant ist, ist der Kontostand doch ein sehr hoher Motivationsfaktor, mehr zu tun 🙂

Organisiert, reflektiert und motiviert mit einem Schreibjournal

Artikel aus der aktuellen QWERTZ 1/2017

Organisiert, reflektiert und motiviert mit einem Schreibjournal

Zu Beginn meiner Ausbildung zur Schreibberaterin hat uns der Professor aufgefordert, ein Lernjournal zu führen. Darin sollten wir unsere Erkenntnisse, Erfahrungen, Beobachtungen hinsichtlich der Ausbildung notieren sowie Ideen und Texte sammeln. Es war das erste Mal, dass ich davon hörte. Seitdem nutze ich das Journal bei jedem neuen Schreibprojekt. Ein Journal ist eine Art Tagebuch, in dem Gedanken zu einem bestimmten Projekt festgehalten werden.

Es ist ein großartiger Ort, um zu experimentieren und zu reflektieren. Viele berühmte Autoren haben Journale geführt, unter anderem Franz Kafka, Hermann Hesse, Virginia Woolf oder Hanns-Josef Ortheil.

Der Nutzen eines Schreibjournals

Das Schreiben eines Romans oder eines Ratgebers ist ein langwieriger Schreibprozess, bei dem der Schreibende immer wieder Rückschläge einstecken muss. Mit dem regelmäßigen Schreiben eines Journals lassen sich diese besser verkraften. Man ist organisierter, reflektiert seine Arbeitsschritte, seine Gedanken und Ideen. Erfolge werden ebenso notiert wie Schreibvorhaben. Durch diese Praxis schafft man sich selbst eine Motivationsgrundlage.

Viele Schriftsteller nutzen das Journalschreiben außerdem als Möglichkeit, um ihre Schreibstimme zu entwickeln. Sie geben sich innerhalb des Journals den Raum, schreibend zu experimentieren, Schreibimpulse auszuprobieren und somit Texte zu schreiben, die sie zwar nicht verwenden, die aber dennoch das Schreibprojekt beflügeln. Zudem nimmt das tägliche Journalschreiben die Hürde, mit dem Schreiben überhaupt zu beginnen: vor dem Schreiben nutzt man das Journal, um sich über den vergangenen Arbeitsprozess zu informieren, das Arbeitsvorhaben zu überdenken etc.

Wie führt man ein Schreibjournal?

Für ein Schreibjournals gibt es keine Vorgaben. Sie können skizzieren, schwafeln, zeichnen, Listen machen, Dialoge führen – es ist Ihre Entscheidung, wie Sie vorgehen. In meinem eigenen Schreibjournal gibt es einen vorgegebenen Rahmen, der mir hilft, das tägliche Schreiben zu dokumentieren, meine Gefühle zu reflektieren und zu vermerken, was gut funktioniert hat und wobei ich Schwierigkeiten hatte. Zusätzlich schreibe ich auf, was die nächsten Schritte innerhalb meines Projektes sein sollen.

Das Journal kann beispielsweise folgende Funktionen erfüllen:

– Dokumentation, was an einem (Schreib-)Tag passiert ist – Ideenmanagement
– Analyse und Bewertung von Fremdtexten
– Schreibbegleiter
– Reflexionsinstrument
– Experimentierfeld für Textfragmente – Methodendokumentation

Schauen wir uns die einzelnen Punkte etwas genauer an:

Dokumentieren: In Ihrem Journal können Sie Ihre eigene Arbeitsweise dokumentieren und diese rückblickend analysieren. Wie habe ich mich heute beim Schreiben gefühlt? War ich konzentriert? Woran hat es gelegen, dass ich nicht ins Schreiben kam? Was habe ich heute besonders gut gekonnt? Wie bin ich eingestiegen?

Ideenmanagement: Sie können Ideen festhalten, die Sie im Verlauf Ihrer Geschichte umsetzen wollen. So bekommen Sie die Gedanken aus dem Kopf und können sich wieder auf die Stelle konzentrieren, an der Sie gegenwärtig arbeiten.

Bewerten und Analysieren: Sie können das Journal nutzen, um beispielsweise die Einstiege von Romanen oder Kurzgeschichten anderer Kollegen zu bewerten. Dazu schreiben Sie einfach den Anfang heraus und schreiben Ihre Gedanken nieder. Was hat mir gefallen? Was nicht? War der Einstieg spannend? Warum habe ich ihn spannend empfunden?

Reflektieren: Ihre Journaleinträge sind Ihre späteren Reflexionsinstrumente. Mit Hilfe eines Journals erkennen Sie, welche Gedanken Sie sich wann zu welchen Themen gemacht haben. Sie können die Einträge nutzen, um zu reflektieren, wie Sie zukünftig effektiver arbeiten können bzw. welche Arbeitsschritte und Methoden Sie tatsächlich zu den erwünschten Erfolgen geführt haben.

Experimentieren: Oder Sie nutzen das Journal, um vor Ihrer eigentlichen Arbeit an Ihrem Roman oder an Ihrer Kurzgeschichte eine kreative Schreibübung auszuprobieren. Dadurch entstehen wiederum neue Ideen, die Sie als Schriftsteller in Ihrem Roman umsetzen können.

Sommer-Challenge Nr. 2! Schreib täglich mit 60 neuen, motivierenden Schreibimpulsen!

IMG_3244

Sommer-Challenge! Schreib täglich mit 60 motivierenden Schreibimpulsen! (literarische Schreibimpulse)

Wer lässt sich nicht gern im Sommer vom Schreiben ablenken? Aber: Aus einem Tag werden schnell eine Woche und mehr. Die Schreibpause kann fatal sein: ist man einmal raus aus dem Schreiben, findet man schwer wieder hinein. Viele von euch kennen das sicher, nicht wahr?

Damit das Schreiben auch in den Sommerwochen ständig präsent ist und es keine Ausreden mehr gibt, biete ich in den kommenden acht Wochen (Juli/August) insgesamt 60 motivierende Schreibimpulse an, die dich täglich per E-Mail erreichen. Die Schreibimpulse sind ideal, um Ideen oder auch den eigenen Roman weiterzuentwickeln. Außerdem helfen sie, den Schreibstil zu verbessern und unbefangener und ausdauernder zu schreiben. Und: Du schreibst täglich! Frei und kreativ. Und da du dann im Flow bist, wirst du garantiert das eine oder andere Mal an deinem Schreibprojekt weiterschreiben!

Da ich die Impulse einzeln und täglich versende, wirst du immer daran erinnert, zu schreiben. Wegklicken gilt nicht! 😉 Die Schreibimpulse versende ich bis sechs Uhr morgens per E-Mail, so dass auch die Frühaufsteher unter euch direkt mit dem Schreiben starten können.

Meine Mails erhalten jedoch noch mehr als den täglichen Schreibimpuls! Jede Mail ist mit

  • Motivationszitaten
  • kurzen Schreib- oder
  • Autorenlebentipps
  • sowie einem spannenden Link gespickt.

Hast du/Haben Sie Lust, dabei zu sein? Wir starten am 01. Juli und enden am 29. August 2017.

Kostenbeitrag: 15 Euro für einen Monat oder 25 Euro für beide Monate.

Anmeldeschluss: 30.06.

Infos und Anmeldung unter kontakt@denisefritsch.de

 

Wie schreiben andere? Interview mit Ursula Hahnenberg

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch in meinem aktuellen Interview eine sympathische Autorin vorstellen, auf die ich durch eine gemeinsame Bekannte aufmerksam geworden bin. Ich lese gerade ihr aktuelles Buch „Wolfstanz“, das am 17. April ganz frisch im Goldmann-Verlag erschienen ist.

In ihrem Buch ermittelt die Försterin Julia Sommer. Eine Försterin, die ermittelt? Ja. Und zwar richtig gut! Warum sich Ursula Hahnenberg für eine Försterin als Protagonistin entschieden hat und wie sie beim Schreiben vorgeht, erfahrt ihr in meinem Interview mit ihr. Dieses Interview gehört zur Reihe „Wie schreiben andere?“.

uschi170

Ursula Hahnenberg, Jahrgang 1974, lebt mit Mann, zwei Jungs und zwei Katzen in einem kleinen Dorf in der Nähe von München. Sie studierte Forstwissenschaften, arbeitete bei einer Baumaschinenfirma, einem Autohersteller und einer Unternehmensberatung, hatte einen Laden für Modelleisenbahnen und einen für Kinderbekleidung. Heute ist sie als freie Autorin tätig und schreibt neben Büchern auch Artikel und Kolumnen. Außerdem korrigiert und lektoriert sie Texte.

Liebe Uschi, wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon als Kind viel gelesen und als Jugendliche angefangen zu schreiben. Aber ich habe mich damals nicht wirklich getraut, das jemand anderem zu lesen zu geben. Erst viele Jahre später habe ich meinen Traum wahrgemacht, habe eine einjährige Belletristikausbildung absolviert und (wieder) angefangen zu schreiben.

Gibt es einen Autor, eine Autorin, der/die dich inspiriert?

Es gibt viele AutorInnen, die mich beeindruckt haben, aber in diesem Zusammenhang würde ich gerne Zoë Beck nennen. Ihre Kriminalromane sind spannend, toll recherchiert und brandaktuell.

Du arbeitest heute als freie Autorin und Lektorin. Was gefällt dir besonders gut an deiner Arbeit?

Am besten gefällt mir, dass ich mich den ganzen Tag mit Schreiben und Lesen, mit Geschichten beschäftigen darf. Das sind meine absolut liebsten Tätigkeiten: meinen eigenen und den Geschichten anderer AutorInnen ans Licht helfen.

Dein erster Krimi „Teufelsritt: Ein Fall für Julia Sommer“ erschien 2016. Was hat sich seitdem für dich verändert?

Ich schreibe mehr und zielgerichteter. Ich lese Rezensionen. Manchmal treffe ich Leute, die mein Buch gelesen haben. Aber die größte Veränderung ist wohl, dass ich meine Scheu, vor Publikum vorzulesen überwunden habe und es jetzt sogar richtig gerne mache.

Wie bist du auf die Idee zu dieser Geschichte gekommen?

Die Kernfrage war für mich: Was passiert, wenn eine Frau beschuldigt wird, ihren Chef ermordet zu haben. Und dann war mir recht schnell klar, dass die Hauptfigur Försterin sein soll. Also eine Frau, die sich in einem „Männerberuf“ durchsetzt. Die eine Waffe bedienen kann, obwohl sie keine Polizistin ist.

Wer ist deine Protagonistin Julia Sommer? Kannst du sie kurz beschreiben?

Julia ist Mitte dreißig, sie arbeitet als Försterin im Privatwald. Zusammen mit ihrer Großmutter und ihrem Sohn wohnt sie im Forsthaus. Julia hat früh ihre Eltern durch einen Autounfall verloren und ist dadurch sehr selbstständig und manchmal ein bisschen eigensinnig. Gerechtigkeit ist ihr wichtig, genauso wie der Wald und die Achtung vor der Natur. Aber an erster Stelle stehen ihr Sohn Florian und ihre Großmutter.

IMG_1913.JPGAm 17. April ist mit „Wolfstanz“ dein zweiter Julia-Sommer-Fall erschienen. Worum geht es darin?

Im „Wolfstanz“ verschwindet ein Mädchen beim Joggen. Zeitgleich taucht ein Wolf im Wald auf und die Menschen fragen sich, ob ein Zusammenhang besteht.

Wie gehst du beim Schreiben einer Geschichte vor? Planst du oder schreibst du einfach drauf los?

Ich plane sehr genau, mit Plot und Kapitelplan. Ich halte das gerade beim Krimi für sehr wichtig, um die verschiedenen Fäden nicht zu verlieren, sondern zu einem möglichst spannendem Ganzen zu verflechten. Aber auch bei Kurzgeschichten steht der Handlungsablauf vorher zumindest im Kopf schon fest.

Wie viele Stunden schreibst du täglich oder pro Woche? Hast du feste Schreibzeiten?

Wenn ich eine Schreibphase habe, nehme ich mir täglich eine bestimmte Anzahl von Seiten vor, das dauert an einem Tag mal länger, an anderen etwas kürzer. Insgesamt versuche ich, jeden Tag, auch wenn ich in andere Projekte eingespannt bin, mindestens eine Seite zu schreiben.

Und wie beginnst du eine Schreibphase?

Ich recherchiere. Meist gestalte ich ein Notizbuch für das Projekt, in dem notiere ich passende Namen, Orte, mache Skizzen oder klebe Zeitungsausschnitte ein. Damit finde ich mich in meine Figuren und in die Geschichte ein. Wenn ich zwischendurch ins Stocken gerate, nehme ich das Notizbuch wieder zur Hand.

Was hast du während des Schreibens deiner beiden Krimis über dich als Autorin gelernt?

Schreiben lernt man nur dadurch, dass man es tut. In meinem Fall heißt das auch, dass ich mich immer wieder gegen meine innere Kritikerin durchsetzen muss. Die Erkenntnis, dass ich auch als Lektorin tauge, hilft mir dabei, auch wenn ich damit nicht sagen will, dass man die eigenen Texte lektorieren könnte.

Du wirst durch eine Verlagsagentur vertreten. Wie lange hat die Suche nach einer passenden Agentur gedauert und wie bist du vorgegangen.

Ich habe mich bei der Agentur gemeldet und mit Leseprobe und Exposé beworben. Beides hat gefallen und nachdem die Agentin den ganzen Roman gelesen hat, haben wir einen Vertrag abgeschlossen. Das dauerte insgesamt ein paar Monate.

Was ist dein nächstes Projekt?

Zuallererst werde ich jetzt eine Kurzgeschichte schreiben, die ich bei einem Wettbewerb einreichen möchte. Danach werde ich mich entweder um den dritten Band um Julia Sommer kümmern oder einen Stand-Alone Thriller schreiben. Und dazwischen möchte ich mich noch um die Veröffentlichung einer Sammlung von Kolumnen, die ich in den vergangen Jahren für eine Zeitschrift geschrieben habe, kümmern. Und natürlich werde ich jetzt anfangen, für die anstehenden Lesungen zu üben.

Vielen lieben Dank für deine Fragen! Das Interview hat mir großen Spaß gemacht

Weitere Informationen zu Ursula Hahnenberg findet ihr auf ihrer Homepage!

 

 



img_1692
Du möchtest auch endlich dein Buch veröffentlichen, findest aber nicht in den Schreibflow? Mein aktueller Schreibratgeber „Schreib täglich!“ hilft dir auf die Sprünge! Oder möchtest du dich etwas unter Druck setzen lassen? 🙂 Kein Problem! Mein neues E-Mail-Seminar „SCHREIB DEINEN ROMAN! – Ein etwas anderer E-Mailkurs“ beginnt am 13. Mai.

Printbuch: Schreib täglich!

Hallo ihr Lieben,

es ist momentan etwas still auf dem Blog, aber das hat seine Gründe: Im Hintergrund arbeite ich an neuen Projekten und Seminaren für euch! 🙂

Heute möchte ich euch mein neues altes Buch zeigen, das seit Montag im Handel ist. Ich habe die beiden E-Books „Schreib täglich!“ und „365 kreative Schreibimpulse“ überarbeitet und zu einer Printausgabe zusammengeführt (für alle, die keine E-Books mögen und sich lieber durch echtes Papier arbeiten …).

Ihr könnt das Buch in jeder Buchhandlung – online oder lokal – erwerben und direkt mit eurem Schreibprogramm loslegen! Nutzt den Frühling, um neue Ideen zu kreieren!

Hier sind ein paar Fakten über das „Schreib täglich!„:

228 Seiten
12,99 Euro
ISBN-13: 978-3743195257

Liebe Grüße,

Denise

img_1692

 

Darum geht es in „Schreib täglich!“:

Mit diesem Buch erhalten Sie zwei praxiserprobte Bände aus der Reihe „Selbstcoaching für Autoren“, die Sie dazu motivieren, täglich zu schreiben:

Band 1: Schreib täglich!: Ein 30 x 15 Minuten Schreibprogramm für Autoren
Band 2: 365 kreative Schreibimpulse: Finde Tag für Tag Inspirationen für deine Geschichten
„Schreib täglich!“ ist ein Praxisbuch, das Sie bei der Entwicklung einer täglichen Schreibroutine unterstützt. Es ist ideal für Einsteiger, aber auch Fortgeschrittene profitieren von den über 30 kreativen Schreibübungen. Mit der Zielsetzung, maximal 15 Minuten täglich zu schreiben, überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund und etablieren das Schreiben in Ihrem Alltag. Mit Hilfe der sechs zusätzlichen Aufgaben beobachten und analysieren Sie Ihr eigenes Schreibverhalten, treten in Kontakt mit Ihrem inneren Kritiker und lernen, sich selbst zu motivieren.

In nur sechs Wochen
– entwickeln Sie eine tägliche Schreibroutine
– werden Sie als Autor oder Autorin selbstbewusster
– fördern Sie Ihren sprachlichen Ausdruck
– überwinden Sie Ihre Angst vor jedem Schreibbeginn
– werden Sie schneller, freier schreiben als zuvor
– lernen Sie, weniger perfektionistisch zu sein und die Worte einfach fließen zu lassen
– lernen Sie inspirierende Schreibaufgaben kennen, mit denen Sie
– jederzeit experimentieren können
– erhalten Sie ein großes Portfolio an Aufgaben, die Sie auch
– zukünftig in Schreibstimmung versetzen
– reflektieren Sie Ihr eigenes Schreibverhalten
– setzen Sie Ihre Kreativität frei

Im zweiten Teil werden Sie die 365 Schreibimpulse über das Schreibprogramm hinaus zum Schreiben anregen. Schreibimpulse sind das ideale Werkzeug, um neue Ideen zu generieren, entspannt in einen Schreibprozess einzusteigen oder Schreibblockaden zu verhindern. Wenn Sie auf der Suche nach frischen Ideen für einen neuen Roman oder eine Kurzgeschichte sind, werden Sie mit Hilfe dieser 365 Schreibanregungen schnell fündig. Sie aktivieren Ihre Kreativität auf der Stelle!

Gegen Selbstzweifel: Mein „Du kannst es doch!“-Glas

dsc_1076

Jeder von uns zweifelt hin und wieder an sich und seinen Fähigkeiten. Wenn es mit der Szene nicht so klappt, wie man es sich wünscht. Wenn der Testleser zu viele Kritikpunkte aufgelistet hat. Wenn die Worte stocken statt zu fließen. Dann will man alles hinschmeißen und nochmal von vorn anfangen … Solche Momente kennt sicher jeder, nicht wahr?

Das ist nichts Ungewöhnliches. Sogar große, erfolgreiche Schriftstellerinnen und Schriftsteller (z. B. Astrid Lindgren) leiden unter Selbstzweifeln. Sie können uns auch zugute kommen, nämlich dann, wenn wir bereit sind, weiterzumachen, mehr zu lernen und zu üben. (Erst wenn die Selbstzweifel dazu führen, dass man nicht mehr schreibt, sollte man sich sorgen machen.)

Für die Tage, an denen die Selbstzweifel wieder einmal an mir nagen, habe ich mir nun ein „Du kannst das doch!“-Glas gebastelt. Darin sammle ich nun alle positiven Feedbacks, Rezensionen und lieben Worte, die ich in der Vergangenheit bekommen habe.
Inspiriert hat mich bereits am Wochenende ein „Happiness Jar“, das ich beim Stöbern im Internet gefunden habe. Man schreibt täglich auf, was einen glücklich macht und legt es in das Glas. So füllt sich das Glücksglas allmählich mit positiven Glücksgefühlen.

Da ich vorgestern ein ganz motivierendes, liebes Feedback zu meinem E-Book „Schreib täglich“ bekommen habe, habe ich meine Inspiration direkt mal in das „Du kannst das doch!“-Glas umgesetzt. Schaden kann es sicher nicht, wenn man mal alle Erfolge in einem Glas hat und bei Bedarf eine Anti-Selbstzweifel-Dosis entnehmen kann 🙂

Was brauchst du?

  • Ein schönes, großes Einmach- oder Marmeladenglas
  • Verzierungsmaterialien wie Bänder, Eddings, Sticker
  • ggf. Sprühlack und Unterlage
  • positives Feedback und persönliche Erfolge, erreichte Ziele etc.

Dann geht es schon los!

  1. Ich habe mit fachhundlicher Unterstützung (keine Sorge, beim Sprayen war Lexie nicht in der Nähe ;-), mein simples Einmachglas vom Flohmarkt mit Edding angesprüht. Das dauerte nicht einmal drei Minuten und hat das Glas blickdicht gemacht.
  2. Ich mag es schlicht. Eigentlich wollte ich mein Glas noch etwas verzieren, doch dieses Babyblau gefällt mir momentan ganz gut. Wenn man will, kann man aber nun seiner Fantasie freien Lauf lassen. Hier könnt ihr euch selbst mal ein paar Happiness Gläser anschauen und euch inspirieren lassen.
  3. Ich habe anschließend noch das Mantra „Du kannst es!“ und eine Lemiskate auf mein Glas geschrieben bzw. gemalt.
  4. Dann beginnt die Auswahl der positiven, motivierenden Worte und Sätze. Ich habe mein E-Mailfach durchforstest, bin meine Amazon-Rezensionen durchgegangen und habe die letzten Ziele, die ich erreicht habe, aufgeschrieben. Dann habe ich sie in ein Dokument kopiert, verkleinert und dann ausgedruckt und ausgeschnitten.
  5. Ich habe die Zitate dann auf kleine Kärtchen geklebt, die irgendwann einmal eine Beilage der Zeitschrift Flow waren. Das diente allerdings nur der spontanen Aufhübschung 🙂
  6. Das Glas kann nun fortlaufend immer erweitert werden.
dsc_1088

(c) Denise Fritsch, Schreibretreat

dsc_1089

(c) Denise Fritsch, Schreibretreat

dsc_1092

(c) Denise Fritsch, Schreibretreat

 

Und wenn die Selbstzweifel dann auftreten …

… schnappt man sich sein „Du kannst es!“-Glas und überzeugt den inneren Kritiker, dass er Unfug redet 🙂

Viel Spaß bei der Umsetzung! 😀

Eine Frage noch an euch :-): Wie meistert ihr Phasen, in denen ihr Selbstzweifel habt?

Denise

"