Bullet Journal – Top organisiert als Autor (Teil 1)

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Produktivität, Zeiterfassung, To-do-Listen aufschreiben und abarbeiten … In den letzten Jahren wurden zahlreiche Apps und Programme entwickelt, die unsere Effektivität steigern, unsere tatsächliche Produktivität erfassen und schlechte Gewohnheiten identifizieren sollen. Es gibt viele, die damit glücklich sind. Ich gehöre nicht dazu. 🙂 Ich habe mein Handy nicht ständig dabei, vergesse, in die Apps zu schauen oder klicke aufpoppende Fenster einfach weg.

Aus diesem Grund habe ich lange Zeit auf handelsübliche Kalender gesetzt. Zuletzt hatte ich einen Familienkalender, um alles unterzubringen, an das ich im Familien- und Berufsalltag denken muss. Aber auch hiermit bin ich nie 100 %ig zufrieden gewesen. Denn die vorgefertigten Seiten ließen kaum Raum für individuelle Eintragungen.

Tja, und schließlich habe ich vom Bullet Journal gehört – damit hat sich für mich eine neue Welt eröffnet! Hier darf ich mich austoben. Ich kreiere seitdem flexibel jeden Monat einen Kalender, der auf meine Bedürfnisse abgestimmt ist und den ich jederzeit verändern kann.

Ihr habt sicherlich bereits von den Bullet Journals gehört, oder? Auf den Social Media Plattformen sind sie seit einigen Monaten zu bestaunen. Die Community wächst 🙂 Die Buchhandlungen bieten immer mehr Material für diesen Trend aus den USA an: Stifte, Stempel, Masking Tape, Notizbücher und vieles mehr.

Mittlerweile nutze ich das Bullet Journal seit ein paar Monaten und kann tatsächlich von mir sagen, dass ich in vielen Bereichen meines Lebens effektiver geworden bin. Ich habe dank des Bullet Journals mehr Struktur und Ordnung in mein Leben gebracht. Zudem freue ich mich immer auf die letzte Woche im Monat 🙂 Denn dann tobe ich mich wieder aus und sitze am Schreibtisch, um mein Journal für den nächsten Monat zu malen, skizzieren und kleben.

Ich möchte euch heute das Bullet Journal vorstellen und euch in weiteren Blogeinträgen zeigen, wie es mir den (Autoren-)Alltag erleichtert.

Wer hat es erfunden?

So viel Zeit muss sein: Erfunden wurde das Bullet Journal ( Bullet Point, den Punkten vor Aufzählungen) vom New Yorker Designer Ryder Carroll. 🙂 Carroll hat ein Mischmasch aus Notizbuch, Kalender und Tagebuch konstruiert und begeistert damit Millionen Menschen weltwelt.

Bei ihm wurde als Kind eine Lernschwäche diagnostiziert. Er konnte sich schlecht konzentrieren, so dass der Arzt ihm empfahl, alles aufzuschreiben. Dies tat er. Über zwanzig Jahre feilte er an einer Technik, die es ihm ermöglichte, seine Gedanken zu ordnen. 2012 gelangte sein System an die Öffentlichkeit, Blogger erfuhren davon und der Hype begann. Glücklicherweise, denn

Für wen eignet sich das Bullet Journal?

Wer auf die digitalen Produkte verzichten will und gern kreativ und flexibel ist und dabei noch gern mit Papier und Stiften arbeitet, wird das Bullet Journal wirklich lieben. Es macht so viel Spaß! Gut, es ist etwas zeitaufwendig, besonders am Anfang. Aber diese Investition lohnt sich.

Welche drei Vorteile bietet das Bullet Journal?

1. Die Gedanken werden geordnet.
2. Es ist flexibel.
3. Der Alltagsstress reduziert sich.

Was braucht man für ein Bullet Journal?

Essentiell sind ein Notizbuch und Stifte und ein Lineal. Mit diesen Dingen kann man bereits ein simples Bullet Journal erstellen. Für mehr Übersichtlichkeit und um das BuJo ein bisschen aufzupeppen, kann man Textmarker, Filzstifte, Aquarellstifte, Stempel, Aufkleber etc. nutzen.

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Welches Notizbuch ist empfehlenswert?

Theoretisch kann man jedes Notizbuch nehmen. Ich habe verschiedene ausprobiert, bin aber letztendlich bei dem Notizbuch gelandet, das von den Profis empfohlen wird:

LEUCHTTURM1917 Notizbuch Medium (A5), Hardcover, dotted

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Dieses Notizbuch hat mehrere Vorteile: Es hat ein Inhaltsverzeichnis, Seitenzahlen und ein Punkteraster (= dotted), dessen Punkte man perfekt als Hilfslinien nutzen kann. Im Gegensatz zu anderen Notizbüchern drücken die Stifte in der Regel nicht durch das Papier.

Wie gestaltet man ein Bullet Journal?

Das ist das Tolle daran: Jeder ist frei darin, sein Notizbuch so kreieren, wie er es braucht. Viele BuJo-Nutzer sind wirklich sehr kreativ und gestalten ihre Bullet Journals unglaublich schön und interessant. Ich persönlich muss es schlichter halten, weil ich leider weder zeichnen noch malen kann. Aber ich lasse mich gern auf den unzähligen Seiten inspirieren, die es mittlerweile gibt. Ich nutze gern Masking Tape und meine hübschen Textmarker in Pastellfarben.

Auf Pinterest, instagram und youtube kann man sich jede Menge Ideen zur Gestaltung holen. Das mache ich immer, bevor ich mit einem neuen Monat starte.

Bevor du startest

Überlege dir bevor du startest, wofür du das Bullet Journal einsetzen möchtest. Ich wollte anfangs zwei getrennte Bullet Journals führen: eines für den Beruf, eines für den Alltag. Das war dann aber doch etwas kompliziert und vor allem aufwendiger. Nun nutze ich es als Allrounder, denn bestimmte Einträge sind für alle Lebensbereiche wichtig. Ich denke gerade an meinen Wasserkonsum. Ja, richtig gelesen. Viele Bullet Journaler halten ihre Wasserkonsum in ihren Notizbüchern fest. Für mich hat es auf der einen Seite mit Gesundheitsbewusstsein zu tun. Andererseits hat es aber auch mit meiner Arbeit zu tun: ich arbeite unkonzentrierter, wenn ich nicht ausreichend Wasser trinke. Und wenn ich den Konsum festhalte und entsprechend handle, also mehr trinke, kommt es meiner Arbeit zugute. Aber dazu später mehr.

Aufbau des Bullet Journals – Die ersten Seiten

Viele BuJos sind besonders auf den ersten Seiten ähnlich konstruiert. Folgender Aufbau ist sinnvoll:

  • Index/Inhaltsverzeichnis, damit man schnell nachschlagen kann, wenn man etwas sucht
  • Jahresüberblick: alle Monate werden wie in einem normalen Kalender auch einzeln aufgeschrieben
  • „Key“: Darunter versteht man eine Übersicht über alle Zeichen und Symbole, die man im Bullet Journal einsetzt
  • Future Log: Hier werden alle Ereignisse und Termine des nächsten Jahres festgehalten (dazu später mehr)
  • Geburtstagsübersicht
  • UrlaubsübersichtUnd dann beginnt das Bullet Journal bereits immer individueller zu werden. Klassischerweise kommen nun noch die
  • Monatsübersicht
  • Tagesplanung

Darüberhinaus werden die Seiten eines Bullet Journals nach Belieben mit Trackern, Challenges, Collections und vielem mehr gestaltet. Darauf werde ich aber im nächsten Teil eingehen.

Das flexible System ermöglicht, dass man Seiten, die einem in einem Monat nichts gebracht haben bzw. die man nicht mehr benötigt, im nächsten Monat einfach weglassen kann. So ist das BuJo immer an den eigenen Bedürfnissen ausgerichtet.

Wichtige Begriffe:

Tracker: Übersicht über einen Verlauf von bestimmten Tätigkeiten (Gewohnheiten: Habit Tracker)
dotted: gepunktet
Log: Übersicht
Collections: Hier wird alles zu einem bestimmten Thema gesammelt
Doodle: Kritzeleien, Skizzen
Key: Übersicht der verwendeten Zeichen und Symbole
Challenges: Aufgaben
Index: Inhaltsverzeichnis

In den nächsten Teilen dieser Serie gehe ich darauf ein, wie man das Bullet Journal als Autor_in verwenden kann.

Meine Frage an euch: Benutzt ihr ein Bullet Journal? Was sind eure Lieblings-Seiten?

 

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!

Liebe Grüße,

Denise



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Du willst täglich schreiben, weißt aber nicht, wie und wo du anfangen sollst? Mein Schreibratgeber „Schreib täglich!“ hilft dir auf die Sprünge! Oder möchtest du dich etwas unter Druck setzen lassen? 🙂 Kein Problem! Melde dich zu meinem E-Mail-Seminar „SCHREIB DEINEN ROMAN! – Ein etwas anderer E-Mailkurs“  oder zu täglichen Schreibimpulsen „Tag für Tag schreiben“ an. Ein persönliches Life Coaching für Autoren ist auch möglich: kontakt@denisefritsch.de.

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Organisiert, reflektiert und motiviert mit einem Schreibjournal

Artikel aus der aktuellen QWERTZ 1/2017

Organisiert, reflektiert und motiviert mit einem Schreibjournal

Zu Beginn meiner Ausbildung zur Schreibberaterin hat uns der Professor aufgefordert, ein Lernjournal zu führen. Darin sollten wir unsere Erkenntnisse, Erfahrungen, Beobachtungen hinsichtlich der Ausbildung notieren sowie Ideen und Texte sammeln. Es war das erste Mal, dass ich davon hörte. Seitdem nutze ich das Journal bei jedem neuen Schreibprojekt. Ein Journal ist eine Art Tagebuch, in dem Gedanken zu einem bestimmten Projekt festgehalten werden.

Es ist ein großartiger Ort, um zu experimentieren und zu reflektieren. Viele berühmte Autoren haben Journale geführt, unter anderem Franz Kafka, Hermann Hesse, Virginia Woolf oder Hanns-Josef Ortheil.

Der Nutzen eines Schreibjournals

Das Schreiben eines Romans oder eines Ratgebers ist ein langwieriger Schreibprozess, bei dem der Schreibende immer wieder Rückschläge einstecken muss. Mit dem regelmäßigen Schreiben eines Journals lassen sich diese besser verkraften. Man ist organisierter, reflektiert seine Arbeitsschritte, seine Gedanken und Ideen. Erfolge werden ebenso notiert wie Schreibvorhaben. Durch diese Praxis schafft man sich selbst eine Motivationsgrundlage.

Viele Schriftsteller nutzen das Journalschreiben außerdem als Möglichkeit, um ihre Schreibstimme zu entwickeln. Sie geben sich innerhalb des Journals den Raum, schreibend zu experimentieren, Schreibimpulse auszuprobieren und somit Texte zu schreiben, die sie zwar nicht verwenden, die aber dennoch das Schreibprojekt beflügeln. Zudem nimmt das tägliche Journalschreiben die Hürde, mit dem Schreiben überhaupt zu beginnen: vor dem Schreiben nutzt man das Journal, um sich über den vergangenen Arbeitsprozess zu informieren, das Arbeitsvorhaben zu überdenken etc.

Wie führt man ein Schreibjournal?

Für ein Schreibjournals gibt es keine Vorgaben. Sie können skizzieren, schwafeln, zeichnen, Listen machen, Dialoge führen – es ist Ihre Entscheidung, wie Sie vorgehen. In meinem eigenen Schreibjournal gibt es einen vorgegebenen Rahmen, der mir hilft, das tägliche Schreiben zu dokumentieren, meine Gefühle zu reflektieren und zu vermerken, was gut funktioniert hat und wobei ich Schwierigkeiten hatte. Zusätzlich schreibe ich auf, was die nächsten Schritte innerhalb meines Projektes sein sollen.

Das Journal kann beispielsweise folgende Funktionen erfüllen:

– Dokumentation, was an einem (Schreib-)Tag passiert ist – Ideenmanagement
– Analyse und Bewertung von Fremdtexten
– Schreibbegleiter
– Reflexionsinstrument
– Experimentierfeld für Textfragmente – Methodendokumentation

Schauen wir uns die einzelnen Punkte etwas genauer an:

Dokumentieren: In Ihrem Journal können Sie Ihre eigene Arbeitsweise dokumentieren und diese rückblickend analysieren. Wie habe ich mich heute beim Schreiben gefühlt? War ich konzentriert? Woran hat es gelegen, dass ich nicht ins Schreiben kam? Was habe ich heute besonders gut gekonnt? Wie bin ich eingestiegen?

Ideenmanagement: Sie können Ideen festhalten, die Sie im Verlauf Ihrer Geschichte umsetzen wollen. So bekommen Sie die Gedanken aus dem Kopf und können sich wieder auf die Stelle konzentrieren, an der Sie gegenwärtig arbeiten.

Bewerten und Analysieren: Sie können das Journal nutzen, um beispielsweise die Einstiege von Romanen oder Kurzgeschichten anderer Kollegen zu bewerten. Dazu schreiben Sie einfach den Anfang heraus und schreiben Ihre Gedanken nieder. Was hat mir gefallen? Was nicht? War der Einstieg spannend? Warum habe ich ihn spannend empfunden?

Reflektieren: Ihre Journaleinträge sind Ihre späteren Reflexionsinstrumente. Mit Hilfe eines Journals erkennen Sie, welche Gedanken Sie sich wann zu welchen Themen gemacht haben. Sie können die Einträge nutzen, um zu reflektieren, wie Sie zukünftig effektiver arbeiten können bzw. welche Arbeitsschritte und Methoden Sie tatsächlich zu den erwünschten Erfolgen geführt haben.

Experimentieren: Oder Sie nutzen das Journal, um vor Ihrer eigentlichen Arbeit an Ihrem Roman oder an Ihrer Kurzgeschichte eine kreative Schreibübung auszuprobieren. Dadurch entstehen wiederum neue Ideen, die Sie als Schriftsteller in Ihrem Roman umsetzen können.

Printbuch: Schreib täglich!

Hallo ihr Lieben,

es ist momentan etwas still auf dem Blog, aber das hat seine Gründe: Im Hintergrund arbeite ich an neuen Projekten und Seminaren für euch! 🙂

Heute möchte ich euch mein neues altes Buch zeigen, das seit Montag im Handel ist. Ich habe die beiden E-Books „Schreib täglich!“ und „365 kreative Schreibimpulse“ überarbeitet und zu einer Printausgabe zusammengeführt (für alle, die keine E-Books mögen und sich lieber durch echtes Papier arbeiten …).

Ihr könnt das Buch in jeder Buchhandlung – online oder lokal – erwerben und direkt mit eurem Schreibprogramm loslegen! Nutzt den Frühling, um neue Ideen zu kreieren!

Hier sind ein paar Fakten über das „Schreib täglich!„:

228 Seiten
12,99 Euro
ISBN-13: 978-3743195257

Liebe Grüße,

Denise

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Darum geht es in „Schreib täglich!“:

Mit diesem Buch erhalten Sie zwei praxiserprobte Bände aus der Reihe „Selbstcoaching für Autoren“, die Sie dazu motivieren, täglich zu schreiben:

Band 1: Schreib täglich!: Ein 30 x 15 Minuten Schreibprogramm für Autoren
Band 2: 365 kreative Schreibimpulse: Finde Tag für Tag Inspirationen für deine Geschichten
„Schreib täglich!“ ist ein Praxisbuch, das Sie bei der Entwicklung einer täglichen Schreibroutine unterstützt. Es ist ideal für Einsteiger, aber auch Fortgeschrittene profitieren von den über 30 kreativen Schreibübungen. Mit der Zielsetzung, maximal 15 Minuten täglich zu schreiben, überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund und etablieren das Schreiben in Ihrem Alltag. Mit Hilfe der sechs zusätzlichen Aufgaben beobachten und analysieren Sie Ihr eigenes Schreibverhalten, treten in Kontakt mit Ihrem inneren Kritiker und lernen, sich selbst zu motivieren.

In nur sechs Wochen
– entwickeln Sie eine tägliche Schreibroutine
– werden Sie als Autor oder Autorin selbstbewusster
– fördern Sie Ihren sprachlichen Ausdruck
– überwinden Sie Ihre Angst vor jedem Schreibbeginn
– werden Sie schneller, freier schreiben als zuvor
– lernen Sie, weniger perfektionistisch zu sein und die Worte einfach fließen zu lassen
– lernen Sie inspirierende Schreibaufgaben kennen, mit denen Sie
– jederzeit experimentieren können
– erhalten Sie ein großes Portfolio an Aufgaben, die Sie auch
– zukünftig in Schreibstimmung versetzen
– reflektieren Sie Ihr eigenes Schreibverhalten
– setzen Sie Ihre Kreativität frei

Im zweiten Teil werden Sie die 365 Schreibimpulse über das Schreibprogramm hinaus zum Schreiben anregen. Schreibimpulse sind das ideale Werkzeug, um neue Ideen zu generieren, entspannt in einen Schreibprozess einzusteigen oder Schreibblockaden zu verhindern. Wenn Sie auf der Suche nach frischen Ideen für einen neuen Roman oder eine Kurzgeschichte sind, werden Sie mit Hilfe dieser 365 Schreibanregungen schnell fündig. Sie aktivieren Ihre Kreativität auf der Stelle!

Umfrage: Wie findet ihr Themen für eure Geschichten?

Ich habe heute mal wieder einen interessanten Artikel im Spiegel (39/1962) gefunden. Darin werden diverse Punkte aus Werkstattgesprächen mit Schriftstellern zusammengefasst, die der „Literatur-Inspektor Bienek“ 1962 veröffentlicht hat (Horst Bienek: Werkstattgespräche mit Schriftstellern. München: Carl Hanser Verlag). Da ich gerade die Einsendeaufgabe von einer Teilnehmerin meines Kurzgeschichten-Seminars bearbeite, in der darum geht, ein Thema für eine Kurzgeschichte zu finden, sind mir folgende Aussagen besonders aufgefallen:

Dem Georg-Büchner-Preisträger Hans Erich Nossack fallen die Themen seiner Geschichten „meistens spät nachts beim Ausziehen“ ein, Carl Zuckmayers Themen dagegen kommen direkt zu ihm. Nach ihnen suchen muss er nicht. – Mich interessiert nun: Wie findet ihr euer Thema? Über welche Themen(felder) schreibt ihr?

Fundgrube: Handel doch mal mit Plots!

Schlau muss man sein 😉 Ich habe heute einen interessanten Spiegel-Artikel (10/1966) über einen Schriftsteller gefunden, der seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Plots finanzierte: Sinclair Lewis. 5 Dollar pro Plot hat er erhalten. Bisher kannte ich nur Ghostwriter für komplette Texte … aber Plots? Auch nicht schlecht, oder? Gelohnt hat es sich jedenfalls, wenn nicht finanziell, dann zumindest dahingehend, dass er jede Menge Übung im Plotten hatte. Und die hat sich ausgezahlt: 1930 hat Lewis den Nobelpreis für Literatur erhalten – als erster Amerikaner.

Hier geht es zum Artikel „Handel mit Plots“! Mehr über den Literaturnobelpreisträger Sinclair Lewis erfahrt ihr zum Beispiel bei Wikipedia.